Quartierverein Littauer Bärg kritisiert Stadt Luzern
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Auch die östliche Bergstrasse in Richtung Littauerberg ist gesperrt. (Bild: Google Maps)

Wegen Informationspolitik Quartierverein Littauer Bärg kritisiert Stadt Luzern

2 min Lesezeit 11.08.2020, 11:34 Uhr

Die Informationspolitik der Stadt Luzern sei schwach gewesen, sagt der Präsident des Quartiervereins Littauer Bärg. Zur Zeit müssen die Anwohner wegen gesperrter Strassen auf den Littauerberg Umwege in Kauf nehmen.

Wegen umfassender Sanierungsarbeiten wird die westliche Bergstrasse auf der Basis eines Gutachtens bis im Frühling 2021 gesperrt sein (zentralplus berichtete). Bis auf weiteres gilt das auch für die östliche Bergstrasse. Einige heftige Unwetter haben den Strassenbelag in Mitleidenschaft gezogen.

Patrick Kessler, Leiter Werterhalt und Support bei der Stadt Luzern, sagte gegenüber der «Luzerner Zeitung»: «Dass die Unwetter gleich beiden Abschnitten derart zugesetzt haben, war in diesem Ausmass nicht voraussehbar.»

Anwohner widerspricht Kessler

Das sieht Josef Keller, Anwohner auf dem Littauerberg, anders: Die Anrisse an der westlichen Bergstrasse seien schon lange sichtbar gewesen. «Hier hätte die Stadt schon früher reagieren müssen.»

Zudem kritisiert er die Informationspolitik der Stadt: «Zwar wurden Plakate aufgestellt, doch für nähere Informationen zu den Sperrungen und zum weiteren Vorgehen zu erhalten, musste der Quartierverein bei der Stadt intervenieren. Wir Anwohner wurden bis heute nicht direkt informiert – das verstehe ich nicht.»

Quartierverein bemühte sich um Infos

Gerold Koch, Präsident des Quartiervereins Littauer Bärg, stösst ins gleiche Horn: «Die Informationspolitik der Stadt war schwach.»

Nachdem die östliche nach der westlichen Bergstrasse auch noch gesperrt werden musste, habe sich der Quarterverein selber um Informationen bemühen müssen. Nun habe er von der Stadt verlangt, dass diese alle Anwohner anschreibe. «Es ist nicht Aufgabe des Quartiervereins, die Anwohner über solche Sperrungen zu informieren.»

Patrick Kessler verteidigt die Informationspolitik der Stadt Luzern. Die Öffentlichkeit habe man bewusst erst jetzt informiert: «Wir wollten zuerst das Gutachten abwarten.»

Bis Ende dieser Woche soll auch das geologische Gutachten für die östliche Bergstrasse vorliegen.

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