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Quartierbewohner wollen alte Eiche im Wesemlin erhalten
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20-Millionen-Projekt: So soll der Wesemlin-Treff dereinst aussehen. (Bild: Katholische Kirchgemeinde Luzern)

Petition bei der Stadt Luzern eingereicht Quartierbewohner wollen alte Eiche im Wesemlin erhalten

2 min Lesezeit 20.09.2019, 16:29 Uhr

Für den Bau des neuen Quartierzentrums Wesemlin soll eine alte Eiche weichen. Das sorgt für Widerstand in der Bevölkerung – eine Petition will den Baum vor der Kettensäge retten. Die katholische Kirchgemeinde lädt nun erneut zum runden Tisch.

Die Katholische Kirchgemeinde Luzern plant im Wesemlinquartier den Bau eines neuen Quartierzentrums. Anstelle des in die Jahre gekommenen Wäsmeli-Träffs soll ein Neubau entstehen mit Begegnungsräumen, Ladenlokalen, Dienstleistungsangeboten sowie altersgerechten Wohnungen.

Im Verlauf der Planung hat sich herausgestellt, dass bei der Realisierung des Projekts auf die Eiche verzichtet werden muss, die zwischen Abendweg und heutigem Treff steht. Dieser Entscheid hat nun eine Gruppe von Quartierbewohnern bewogen, am Freitag bei der Stadt Luzern eine Petition zum Erhalt der Eiche einzureichen. Das teilt die Kirchgemeinde mit.

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«Im Verlauf der Planung sind die Anforderungen an das Projekt dann immer konkreter geworden.»

Peter Bischof, Geschäftsleiter Katholische Kirchgemeinde Luzern

«Wir sind uns bewusst, dass sehr viele Emotionen mit der Eiche verbunden sind», lässt sich Peter Bischof, Geschäftsführer der Katholischen Kirchgemeinde Luzern zitieren. «Deshalb führen wir die Gespräche mit allen Beteiligten im Quartier sowie auch mit der Stadt weiter und laden ein weiteres Mal zu einem runden Tisch ein.»

Verzicht fiel der Kirchgemeinde nicht leicht

Gemäss Bischof sei der Erhalt der Eiche von Anfang an «wünschenswert» gewesen. Die Eiche sei denn auch Teil des Siegerprojekts des Luzerner Architekturbüros Konstrukt gewesen. «Im Verlauf der Planung sind die Anforderungen an das Projekt dann immer konkreter geworden», sagt Bischof.

Nicht nur die Erhaltung des Pfadiheims, die Schaffung von Umschlagplätzen, Veloabstellplätzen, eines Behindertenparkplatzes oder von genügend Aussenraum für das Café habe man berücksichtigen müssen, sondern auch die sichere Zufahrt zur neuen Migros und mehr. «Wir mussten Vorschriften einhalten und Auflagen erfüllen und gleichzeitig den beschränkten Platz optimal nutzen.»

Um allen gestellten Ansprüchen Rechnung tragen zu können, habe die Baukommission sorgfältig abgewägt und «schweren Herzens» entschieden, auf die Eiche zu verzichten. Es sei kein Entscheid gegen eine Eiche, sondern für das Zentrum und für das Quartier.

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