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Quartierbeiz «Centro» kehrt zurück
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Das «Centro» im Schönbühlcenter steht vor dem Comeback. (Bild: bic)

Neue Pächter im Luzerner Schönbühlquartier Quartierbeiz «Centro» kehrt zurück

3 min Lesezeit 1 Kommentar 08.07.2019, 17:53 Uhr

Mit der Sanierung des Aalto-Hochhauses schloss das beliebte Restaurant Centro seine Türen. Es folgte ein Disput über die Kosten. Auch wuchs die Sorge über den Verlust der Quartierbeiz. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Das «Centro» beim Schönbühlcenter steht vor dem Revival: Das derzeit geschlossene Restaurant soll diesen Herbst wiedereröffnet werden. Das geht aus einem aktuellen Baugesuch hervor.

Denn aufgrund der Sanierung des Aalto-Hochhauses schloss die Quartierbeiz im Erdgeschoss letzten Sommer ihre Tore – Zukunft: ungewiss. Der bisherige Betreiber, die Remimag-Gruppe, kritisierte die hohen Kosten – und sah von einer Rückkehr nach der Renovation ab. Bei den Anwohnern machte die Befürchtung die Runde, dass das «Centro» als beliebter Treffpunkt damit Geschichte ist (zentralplus berichtete).

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Pächter aus Brunnen

Mitbesitzer Nicolas von Schumacher hielt aber bereits damals fest: «Es ist unser ausdrückliches Ziel, nach der Sanierung im Hochhaus wiederum ein Gastronomielokal zu eröffnen.»

Und dieses Versprechen löst er nun ein. Denn von Schumacher hat einen Pächter gefunden, der das Restaurant in die Zukunft führen wird. Es handelt sich um das Ehepaar Jhon und Irina Aguilar von der Centro Gastro AG, wie dem Baugesuch zu entnehmen ist. Der Name der eigens gegründeten AG deutet es schon an: Das Restaurant soll wie bisher unter dem Namen «Centro» Gäste empfangen.

Weder die neuen Wirte noch Besitzer Nicolas von Schumacher wollen sich auf Anfrage von zentralplus aktuell zu den Plänen äussern. Man werde sich rechtzeitig vor der Eröffnung an die Öffentlichkeit wenden.

Dem Baugesuch sind indes weitergehende Informationen beigelegt, die zeigen, dass das Restaurant in der bisherigen Tradition weitergeführt werden soll. Heisst: Mit italienischer Küche zu fairen Preisen in einem familienfreundlichen Ambiente mit einer Spielecke drinnen und einem Spielplatz draussen.

Das neue Wirtepaar verfügt gemäss den Unterlagen über 30 Jahre Erfahrung in der Gastronomiebranche. Derzeit führt es die Pizzeria Viktoria im schwyzerischen Brunnen, zuvor waren sie in einem eigenen Betrieb im Tessin tätig. Dass ihr Konzept aufgeht, zeigt das Lokal in Brunnen: Die Gästebewertungen im Internet sind sehr positiv, auf Tripadvisor etwa rangiert das «Viktoria» auf dem dritten Platz von rund 30 Betrieben in Brunnen.

Eröffnungsdatum noch offen

Die Mieter des Aalto-Hochhauses werden laut Baugesuch voraussichtlich am 1. September ihre Wohnungen beziehen können. Eine Eröffnung des Restaurants werde auf den 1. Oktober angestrebt. Ob das «Centro» mit seinen 230 Plätzen im Innern und auf der Terrasse tatsächlich bereits dann wieder zu Speis und Trank empfängt, lassen die Verantwortlichen auf Anfrage offen.

Wird das Baugesuch bewilligt, steht vorerst der Innenausbau an. Das Restaurant wurde im Zuge der Sanierung des Aalto-Hochhauses auf den Rohbau zurückgebaut. Nun werden Küche, Toiletten, Heizung und Lüftung erneuert. Ebenso wird eine Pizzaiolo-Theke eingebaut, bei der Gäste gleich sehen können, wie ihre Bestellung im Ofen knusprig wird. Die Innenraumgestaltung orientiert sich laut Baugesuch an der Handschrift von Alvar Aalto.

365 Tage im Jahr offen

Dass der Mieterausbau vom Pächter getragen werden muss, war der grösste Kritikpunkt der Remimag-Gruppe letzten Sommer. Geschäftsführer Florian Eltschinger kritisierte damals, dass die Remimag nach der Sanierung den kompletten Innenausbau selber stemmen müsste.

«Dies würde uns über den Daumen gut und gerne zwei Millionen Franken kosten», rechnete er vor. Doch wie dem Baugesuch zu entnehmen ist, belaufen sich die effektiven Kosten «nur» auf knapp die Hälfte davon.

Der künftige Pächter scheint jedenfalls überzeugt zu sein, dass sich im Schönbühlquartier rentabel wirtschaften lässt. Das ist dem Businessplan zu entnehmen, der dem Baugesuch beigefügt ist. Aguilar rechnet bereits im ersten Jahr mit einem Gewinn. Und um das zu erreichen, ist er offensichtlich gewillt, grossen Einsatz zu leisten. Das «Centro» soll 365 Tage im Jahr geöffnet sein.

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1 Kommentare
  1. Müller, 10.07.2019, 17:10 Uhr

    na gross reden, wen der Umbau vom Wirt für ca 1 Million selber Getragen werden muss, schön blöd sage ich, denkt mal mit einer Pizza von 12 Fr holt er das nicht Rein und ein paar Bier oder Caffee, Herr von Schumacher ist ein Fuchs. Denke man an die Velo Einstellplätze a 25 Fr die er verlangt, und siehe Arlewo Immo, wie vile Wohnungen Leer sind, ich habe lange in der Gastro Gearbeitet und weiss wie hart die Zeiten heute sind na dan vil glück.