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Quartier plant Sommerbar und tüftelt an Ideen für danach
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So soll das kleine, gemütliche Public Viewing beim Eichwald aussehen. Doch nach der WM soll noch lange nicht Schluss sein. (Bild: zVg)

Public Viewing beim Luzerner Eichwald Quartier plant Sommerbar und tüftelt an Ideen für danach

4 min Lesezeit 12.04.2018, 16:43 Uhr

Auf der Brache beim Luzerner Eichwald wird es während der Fussball-WM in Russland ein kleines Public Viewing geben. Die Organisatoren aus dem Quartier hoffen aber, dass sie die Bar auch nach dem Grossereignis weiter betreiben können.

Die Fussball-WM in Russland steht kurz bevor. Dieses Jahr können sich Fans und Fussballbegeisterte über ein neues Public Viewing mit Sommerbar in Luzern freuen. Realisiert wird es auf der brachliegenden Fläche beim Eichwald.

Organisiert und betrieben wird das Ganze von Bewohnern des Quartiers. Dazu haben sie einen Verein mit dem Namen «Brache Eichwäldli» gegründet. Denn das Ziel ist eine längerfristige Nutzung des Areals bei der Luzerner Allmend, das seit einiger Zeit brach liegt.

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Public Viewing als Probephase

«Die Organisation des Public Viewings ist ideal, um zu testen, ob sich das Konzept bewährt und es mittelfristig überhaupt realistisch ist», sagt Gina De Rosa vom Verein. Dazu stehe man in engem Kontakt mit der Stadt Luzern, die nach der WM über eine weitere Nutzung durch den Verein entscheiden muss.

Ungezwungen und zweckmässig präsentiert sich das Konzept. «Ein Barwagen, ein paar Tische und Stühle sowie einige Holzpallette.» So beschreibt De Rosa die Bar und die vorgesehene Gestaltung der Umgebung und der verwendeten Infrastruktur.

«Wir gehen momentan davon aus, dass einer Nutzung für die nächsten fünf Jahre nichts im Weg steht.»

Michael Staedelin, Projektleiter Portfoliomanagement, Stadt Luzern

Es sei wichtig, dass alles mobil und allenfalls gut und rasch verstaut werden könne. Denn vor allem im Winter sei noch nicht klar, wie man die Brache nutzen möchte. «Ideal wäre, wenn wir das Mobiliar im Notall vorübergehend im Wagen überwintern und bei Bedarf kurzerhand aufstellen könnten. Zum Beispiel für ein Fondue», sagt De Rosa. Es sei zudem eine Vorgabe der Stadt, dass keine fixen Bauten realisiert werden dürfen.

Im Moment ist man auf der Suche nach neuen Vereinsmitgliedern, Gönnern und Sponsoren. Dies sei wichtig für die Finanzierung des Projekts, erklärt De Rosa. Durch die Schaffung gewisser Privilegien sollen die Leute zum Mitmachen animiert werden.

«Vorgesehen ist, dass Mitglieder die Infrastruktur und den Platz für eigene Projekte unkompliziert nutzen können», erklärt De Rosa. Dritte könnten die Infrastruktur allenfalls zu einem fairen Tarif mieten. Wie die Handhabung aber konkret aussehen wird, kann sie noch nicht sagen.

«Wir haben gemerkt, dass sich die Menschen einen neuen Treffpunkt im Quartier wünschen.»

Gina De Rosa, Verein «Brache Eichwäldli»

«Wir stellen uns eine breite Nutzung des Areals vor. Sowohl ein Urban-Gardening, ein Brunch, Flohmärkte oder auch eine Designausstellung sind möglich», so De Rosa. Zentral sei, dass es sich dabei um ein Projekt «Vom und für das Quartier» handelt.

Quartierbewohner haben bereits Ideen

Als man das Projekt in der Nachbarschaft vorstellte, habe man viele positive Rückmeldungen von Anwohnern und den ansässigen Unternehmen erhalten. «Einige der Quartierbewohner hätten bereits eigene Ideen eingebracht», zeigt sich De Rosa erfreut. Man sei sehr froh über Inputs der Leute. «Wir haben gemerkt, dass sie sich einen neuen Treffpunkt im Quartier wünschen», sagt sie.

Hier sollen das Public Viewing und die Sommerbar realisiert werden: Die freie Fläche beim Eichwald.

Hier sollen das Public Viewing und die Sommerbar realisiert werden: Die freie Fläche beim Eichwald.

(Bild: bic)

Stadt bietet Hand

«Wir haben den Eindruck, dass man unser Konzept bei der Stadt begrüsst», sagt De Rosa. Die Buvette oder die Volière auf dem Inseli seien ja auch ein grosser Erfolg. Und die Idee des Quartiertreffs stosse auch bei der Stadt auf Interesse.

Sie zeigt sich deshalb zuversichtlich, dass der Verein die Zwischennutzung wie vorgesehen organisieren kann. Auch wenn die Stadt das Areal allenfalls selber vorübergehend nutzen möchte (zentralplus berichtete).

Und was sagt die Stadt dazu? «Wenn das Projekt, wie vorgesehen, umgesetzt werden kann, gehen wir momentan davon aus, dass einer Nutzung für die nächsten fünf Jahre nichts im Weg steht», sagt Michael Staedelin, Projektleiter Portfoliomanagement bei der Stadt Luzern.

Eine Initialzündung?

Die angedachte Nutzung sei in der momentanen Situation gut geeignet, da keine Gebäude vorgesehen sind. Zudem werde nicht der ganze Platz gebraucht, wodurch die Stadt allenfalls einen Teil weiterhin nutzen könnte. «Andere Projekte mussten wir leider ablehnen, da sie genau diese Bedingungen nicht erfüllt haben», so Staedelin. «Bestandteil des eingereichten Konzepts und der ausgestellten Bewilligung ist bislang aber nur das Public Viewing», ergänzt er.

Das Public Viewing könnte eine Initialzündung für die Nutzung der Fläche sein. «Wir wollen damit den Puls der Anwohner fühlen», um eine gute Entscheidungsgrundlage zu haben, sagt Staedelin. Die Stimmung scheint auch bei der Stadt sehr positiv zu sein.

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