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Punk-Ikone gibt den Oldies im KKL Power
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Facettenreiche Patti Smith am Blue Balls Punk-Ikone gibt den Oldies im KKL Power

2 min Lesezeit 28.07.2017, 11:56 Uhr

Von Sparflammen-Romantik zur Power des Rock’n’Roll: Das Konzert von Patti Smith war ein Potpourri aus verschiedenen Stilrichtungen. Die Musikerin und ihre Band überzeugten mit ehrlichem Sound und einer grandiosen Stimme. Doch es gab auch «taktlose» Experimente.

Um 20 Uhr sollte das Konzert beginnen, doch weder die Musiker noch die Zuschauer waren bereit. Einige suchten um Viertel nach acht noch immer ihre Plätze, als Patti Smith mit ihrer Band das Konzert eröffnete. Smiths facettenreiche Stimme und das gelungene Lichtdesign liessen einen sofort eintauchen in das intime Ambiente des Konzertsaals. Patti Smith strahlte eine unglaubliche Präsenz und Energie aus. Sie gehört zu den Künstlern, die man am liebsten live hört.

Stimmung bricht immer wieder ab

Smith überzeugte auch durch die Vielfalt ihrer Musik. Vom psychedelischen Hippie-Rock über Elemente von Blues und Funk bis zur träumerischen Ballade war alles dabei. Zudem kam hin und wieder die Poetin in ihr hervor. Beim Vorlesen eines Gedichts von Andrei Tarkovsky wurde man von ihrer kraftvollen Stimme eingelullt, während die Band die Begleitung spielte. Tanz- und klatschbar war das leider nicht. Ein Experiment sei es, wie Patti Smith erklärte. Die mehrheitlich ruhigen Songs der ersten Konzerthälfte bewirkten Zurückhaltung beim Publikum.

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Tanzen: Ja oder Nein?

Dass das mehrheitlich nicht mehr ganz junge Publikum noch ein bisschen tanzen möchte, merkte man gegen Ende des Konzerts. Bei Smiths bekanntestem Song – «Because the Night» – hielt die Leute nichts mehr auf ihren Sitzen. Als die Künstlerin die Menschen zu sich winkte, bildete sich vor der Bühne eine tanzende Meute. Die Sparflammen-Atmosphäre war vorbei. Es folgten Songs, die sofort in die Beine gingen und den fast ausverkauften Saal erbeben liessen. Mit der energiegeladenen Zugabe «People have the Power» endete das Konzert auf dem Höhepunkt der Stimmung.

Wir haben die Macht

«Wir müssen standhaft bleiben und unsere Umwelt schützen», war eines der Anliegen, das Smith während des Konzerts äusserte. Ihre Message war klar: Jeder Einzelne hat es in der Hand, etwas am Zustand der Welt zu ändern. Mit dieser Energie entliess Smith die Besucher nach gut eineinhalb Stunden in die laue Sommernacht.

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