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Provisorische Asylunterkunft soll definitiv bleiben
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Die Asylunterkunft im Zentrum von Allenwinden bietet Platz für rund 20 Asylsuchende. (Bild: Screenshot Google Maps)

Provisorische Asylunterkunft soll definitiv bleiben

2 min Lesezeit 18.03.2014, 15:14 Uhr

Der Kanton will die provisorische Unterkunft für Asylbewerbende in Allenwinden in eine definitive umwandeln. Die Gemeinde Baar ist damit einverstanden.

Der Kanton Zug hat das zum Verkauf stehende Mehrfamilienhaus am Dorfring 30 im März 2009 einer privaten Eigentümerin abgekauft. Der Kaufpreis betrug 1,5 Millionen Franken. Nachdem der Kanton das Gebäude ursprünglich nur provisorisch nutzen wollte, soll diese nun gemäss Antrag des Regierungsrates in eine definitive Unterkunft für Asylsuchende umgewandelt werden. Die Gemeinde Baar hat dafür ihr Einverständnis gegeben.

Neue Asylunterkünfte zu erstellen oder dafür geeignete Liegenschaften zu mieten ist für den Kanton Zug sehr schwierig. Zudem wehren sich einzelne Gemeinden, für die gemäss dem Schlüssel zu unterbringende Zahl Asylsuchender in der Gemeinde Platz zu schaffen (zentral+ berichtete). Da sich die Nutzung des Mehrfamilienhauses mit fünf Wohnungen für knapp 20 Asylsuchende in Allenwinden bewährt hat und es zu keinerlei Problemen in der Nachbarschaft kam, ist die definitive Umwandlung ein logischer Schritt.

Anzahl zugewiesene Asylsuchende steigt seit 2007

Dem Kanton Zug werden vom Bund gemäss dem einwohnerproportionalen Schlüssel jeweils 1,4 Prozent der in Empfangsstellen oder in schweizerischen Flughäfen registrierten Asylsuchenden zugewiesen. Die Zahl der zugewiesenen Asylsuchenden hat sich im Kanton Zug in den letzten zehn Jahren unterschiedlich entwickelt. Zwischen 2003 und 2007 ging sie von 632 auf 485 zurück, stieg nun aber auf 884 im Jahre 2013 an.

Per Ende letzten Jahres wohnten im Kanton Zug in 54 Asylunterkünften 643 Personen. Während die Gemeinden Steinhausen und Unterägeri deutlich mehr Asylsuchende aufnehmen, als die proportionale Verteilung vorsieht, verfügen besonders die Gemeinden Hünenberg, Baar, Risch und Walchwil nicht über genügend Plätze. Wie zentral+ berichtete, will der Kanton solche Gemeinden in Zukunft sanktionieren.

Der Kantonsrat soll Mitte Jahr über den Antrag des Regierungsrates zur Umwandlung des Provisoriums in eine definitive Asylunterkunft in Allenwinden befinden.

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