Privatschule auf dem  Zugerberg blüht während Corona auf
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Rund 80'000 Quadratmeter gross ist der Grundbesitz des Instituts Montana Zugerberg. Es gibt vier Internatshäuser: Das Grosse Haus (Hauptgebäude), die Häuser Juventus und Felsenegg und das Chalet.

Doppelt so viele Anfragen von Eltern Privatschule auf dem Zugerberg blüht während Corona auf

3 min Lesezeit 25.03.2021, 11:47 Uhr

Das Institut Montana hat im Corona-Jahr einen deutlichen Anstieg an Schülern erlebt. Internatsplätze an der «Schule im Grünen» sind begehrt wie lange nicht mehr. Die Eltern erhoffen sich vor allem Sicherheit und Kontinuität von der Privatschule auf dem Zugerberg.

Sind Privatschulen die Gewinner der Coronakrise? Der Blick auf das Institut Montana auf dem Zugerberg scheint dies zumindest zu suggerieren. Im aktuellen Schuljahr besuchen rund 330 Kinder und Jugendliche das Institut. Es handle sich dabei um einen Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, schreibt die Schule in einer Mitteilung.

Der Grund dafür scheint für das Institut klar: Die Schule ist für die aktuelle Situation um die Covid-19-Pandemie besser gerüstet als die Regelschule.

Kleine Klassen und das ganze Jahr offen

Als im vergangenen März die Pandemie in der Schweiz Gestalt annahm, habe das Montana nach eigenen Aussagen als erste Schule in der Schweiz auf digitales Lernen umgestellt. Die Schulleitung habe in der Folge in zusätzliche Hard- und Software investiert und führte, zusätzlich zum traditionellen Unterrichtsmodell, hybrides Lernen ein – eine Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht.

Die eigentlichen Stärken der Privatschule sind aber vielleicht eher in deren abgeschiedenen Lage auf dem Zugerberg und den sehr kleinen Klassen zu finden. So sind die Klassenräume auf 15 Schüler beschränkt. Zudem hat die Schule seit dem Frühling 2020 in allen Ferien geöffnet. Das bedeutet, dass insbesondere die momentan rund 130 Internatsschüler unbeschränkt lange in der «Safe Zone» des Zugerbergs verweilen können.

Rund 600 Anfragen

Gemäss dem Institut haben sich in den Corona-Monaten die Anfragen nach Schul- und Internatsplätzen an der Schule verdoppelt. «Bereits seit zwei Jahren verzeichnen wir einen leichten Anstieg der Anfragen. Seit Mai 2020 stellen wir jedoch einen hohen Anstieg fest und haben rund 600 Anfragen innerhalb eines Jahres bekommen», sagt Direktor Alexander Biner auf Anfrage.

«Sie erhoffen sich einen sicheren Ort, der ihren Kindern sowohl eine akademische Fortsetzung als auch ein soziales und gesundes aktives Leben garantieren kann.»

Alexander Biner, Direktor Institut Montana Zugerberg

Es handle sich dabei vor allem um Internatsanfragen oder Anfragen für einen Schulwechsel. «Wir haben das Schuljahr im September 2020 mit 292 Schülern begonnen und stehen aktuell bei 332 Schülern. In den nächsten Wochen werden weitere Schüler dazukommen.»

Die Hoffnungen und Erwartungen an die Privatschule seien klar von der aktuellen Situation geprägt: «Sie erhoffen sich einen sicheren Ort, der ihren Kindern sowohl eine akademische Fortsetzung als auch ein soziales und gesundes aktives Leben garantieren kann, besonders in diesen Zeiten, in denen das nicht selbstverständlich ist», sagt Direktor Biner.

Internationale Herausforderung

Die Schülerschaft des Montana ist derweil ziemlich international. Aus über 40 Ländern fanden diese auf dem Zugerberg zusammen. Das bringt ganz eigene Herausforderungen bezüglich Reisen mit sich. «Diejenigen, die sich entscheiden, in die Ferien zu fahren, unterstützen wir bei den Reisevorbereitungen und Tests. Dies, um ihre sichere An- und Abreise zu gewährleisten, auch während der Zeiten, in denen die Schule normalerweise geschlossen wäre. Zusätzlich halten wir in unseren Internaten Quarantäne-Zimmer reserviert», erklärt Biner.

Aufgrund der Reisebeschränkungen könnten zwar nicht immer alle pünktlich in die Schule zurückkehren, in diesen Fällen greife jedoch das erwähnte Hybrid-Schulprogramm. Vor Ort werden zudem dieselben Massentests durchgeführt wie an den anderen Schulen im Kanton Zug.

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