• Regionales Leben
An der Moosmattstrasse in Luzern befand sich letztes Jahr einer der Pop-up-Parks in Luzern. (Bild: chb)

Neue Ideen für «Mini-Pärkli» Pop-up-Parks in Luzern: Rund ein Dutzend Bewerbungen sind eingegangen

3 min Lesezeit 8 Kommentare 10.03.2021, 05:00 Uhr

Der Sommer kann kommen. Wie schon 2020 sollen an verschiedenen Standorten in der Stadt Pop-up-Parks entstehen. Die Bewerbungsfrist ist nun abgelaufen – wer einen der sechs Standorte temporär bespielen darf, wird sich nun zeigen. In der Waldstätterstrasse laufen derweil schon die Vorbereitungen für ein Sonderprojekt.

Die zweite Corona-Welle hat die Erinnerungen an den Sommer 2020 unsanft aus unserem Gedächtnis gespült. Wer sich aber noch an die warmen Monate zwischen den Lockdowns erinnern kann, dem dürften auch noch die Bilder der Pop-up-Parks in der Stadt Luzern vor dem geistigen Auge stehen.

Die «Mini-Pärkli» im Parkplatzformat poppten vergangenes Jahr zum ersten Mal in der Stadt Luzern auf und wurden allgemein mit viel Wohlwollen von der Bevölkerung aufgenommen. Für eine Neuauflage ist am 1. März die Anmeldefrist für interessierte Bewohner eines Stadtluzerner Quartiers abgelaufen.

Gewinner stehen noch nicht fest

Bei der Abteilung Stadtplanung der Baudirektion will man sich noch nicht zu tief in die Karten blicken lassen. Auf Anfrage von zentralplus teilt diese jedoch mit, dass rund ein Dutzend Bewerbungen eingegangen sei. Die eingereichten Konzeptideen werden nun intern überprüft.

Wer den Zuschlag für die Gestaltung eines Pop-up-Parks erhält, steht demnach noch aus – und somit sind auch die Standorte der Parks noch nicht definiert. Bis Ende März wolle die Stadt diese jedoch öffentlich kommunizieren, wie es auf Anfrage heisst.

Einige Neuerungen in Jahr zwei

Im Gegensatz zur Premiere im vergangenen Jahr wird die diesjährige Pop-up-Park-Saison einige Neuerungen erfahren: Die Saison dauert diesmal länger; die Parks können nämlich zwei statt nur einen Monat lang stehen bleiben. Dies entweder im Juni und Juli oder im August und September.

Neu kann man auch zwischen Do-It-Yourself-Attitüde und sommerlicher Bequemlichkeit wählen. Die Stadt bietet nämlich entweder das «Basis-Kit» mit einem Holzboden inklusive Geländer an, auf dem man sich dann kreativ austoben kann.

Die andere Option ist, einen standardisierten Pop-up-Park mit Mobiliar zu beantragen. Ein standardisierter Pop-up-Park beinhaltet: eine Spielkiste, einen Gartentisch, drei Stühle, zwei grosse Pflanzkästen und zwei kleine für das Geländer.

Quartierbewohner sollen Strasse beleben

Ein Spezialprojekt wird auf der Waldstätterstrasse durchgeführt. Diese soll bekanntlich künftig sowieso autofrei bleiben, nachdem dies vergangenes Jahr im Grossen Stadtrat beschlossen worden ist. Die definitive Neugestaltung der Strasse soll 2024 umgesetzt werden.

In den nächsten zwei Jahren soll ein entsprechendes Konzept dafür ausgearbeitet werden. In dieses sollen auch die Erfahrungen mit dem für den dort vorgesehenen Pop-up-Park einfliessen.

Eine zentrale Rolle fällt dabei den Anwohnern des Quartiers Hirschmatt-Neustadt zu – sie sollen die Strasse in den nächsten zwei Jahren mitgestalten. Die Stadt stehe diesbezüglich in einem «intensiven Austausch mit dem Quartierverein», wie es auf Anfrage heisst.

Vorstösse sind noch hängig

Freilich teilen nicht alle die Pop-up-Euphorie. So will die FDP vom Stadtrat etwa wissen, ob Konflikte «betreffend temporärer Sperrung von Strassenabschnitten und Parkplätzen» bekannt seien.

In der entsprechenden Interpellation wollen die Freisinnigen zudem wissen, ob sie die Konsequenzen auch richtig verstanden haben: «Bleibt es weiterhin bei total sechs Pop-up-Parks auf je einem Parkplatz, das heisst sechs gesperrten Parkplätzen während zwei Monaten?» Die Absicht der Frage ist bei dieser Formulierung selbstverständlich klar.

Weiter will die FDP wissen, wie hoch der Arbeitsaufwand und somit die Gesamtkosten für die Stadt seien und wie man sich die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bei den engen Platzverhältnissen vorstelle (zentralplus berichtete).

Die Antworten des Stadtrates sind noch ausstehend.

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8 Kommentare
  1. Margarita, 11.03.2021, 05:47 Uhr

    Erstens darf doch neu gedacht und umgesetzt werden. Zweitens ist der Sommer in der Stadt oft flau, normalerweise fahren Menschen in die Ferien, da werden die Quartiere etwas aufgepoppt für die Daheimgebliebenen.

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  2. Tobias Mueller, 10.03.2021, 15:09 Uhr

    Als Kinder der 80er-Jahre haben wir jeweils freie Parkplätze spontan in Beschlag genommen und mit Kreide bemalt. Alles rebellisch unangemeldet und in anarchistischer Weise überhaupt nicht standardisiert. Nicht mal ein Geländer, geschweige denn Blumenkisten. Niemand hat es gestört. Manchmal mussten wir unser Nachmittagsprojekt halt kurzfristig abbrechen, da jemand ein Auto abstellen wollte. Das nahmen wir ohne Protest hin und wurden dafür bei nächster Gelegenheit mit retroaktiver Toleranz belohnt. Der in Luzern so häufige Regen tat den Rest.

    Ich werde den traurigen Verdacht nicht los, dass einige Stadtangestellte und Politiker*Innen diese Phase nie ausleben durften, und sie nun, als superkreative Idee verpackt und staatlich administriert, um Jahrzehnte verspätet durchziehen wollen. So wie der Schulrektor sich an seinem 50. Geburtstag endlich einen Joint gönnt.

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  3. Manuel, 10.03.2021, 12:44 Uhr

    Man kann von diesen Hipsterparks halten, was man will, das Geschrei über 6 womöglich temporär verlorene Parkplätze ist schlichtwegs Kindergartenmusik. Autos in Städten sind glücklicherweise eine Idee, resp. eine Glaubensangelegenheit des 20. Jahrhunderts (bei Mobilitätsumstellungsproblemen bitte an den TCS, resp., in prekären Fällen, an den Pfarrer wenden).
    @ Patricia: Nehmen Sie doch das Auto, wenns das nächste mal in die Stadt geht – da haben Sie für Ihr Gewissen auch gleich was getan.

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  4. Patricia Rogger, 10.03.2021, 09:10 Uhr

    Es fehlen nur noch Geranien und s bluemete Trögli, und der Urban-Luzerner darf sich fühlen wie im Bünzlidörfli auf dem Land. Nichtgrüne haben die politische Botschaft verstanden: Wer neben einem dieser Pärkli sein Auto abstellt, soll ein schlechtes Gewissen haben. How dare you! (Greta T.)

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  5. Peter Bitterli, 10.03.2021, 06:28 Uhr

    „Ein standardisierter Pop-up-Park beinhaltet: eine Spielkiste, einen Gartentisch, drei Stühle, zwei grosse Pflanzkästen und zwei kleine für das Geländer.“
    Man könnte auch gleich die Besetzung standardisieren, indem man an jeden Gartentisch einen Stadtrat, eine soziokulturelle Animatorin und einen Popp-Konzeptideen-Prüfer setzt, den es ja dann andersweitig nicht mehr braucht. Aus maximal zwei Haushalten.

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    1. lucifer, 10.03.2021, 07:59 Uhr

      ach herr bitterli. erfreuen sie sich doch ab dem
      leben und dem frühling❤️ das leben ist zu schön um zu satanen🥸

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    2. Andy Bürkler, 10.03.2021, 10:18 Uhr

      @lucifer: Sie schreiben auch immer das Gleiche.
      Ihre Beiträge sind weder geistreich noch lustig noch tragen sie irgend etwas zur Diskussion bei.
      Warum tun Sie das?

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    3. Michel von der Schwand, 13.03.2021, 15:37 Uhr

      Waldorf und Statler oder eben Bitterli und Bürkler. Und ja, das ist lustig!

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