Störaktion geplant

Geuensee: Polizei stoppt eritreische Veranstaltung

Am Samstag rückte die Polizei in Geuensee aus. (Bild: Symbolbild: Luzerner Polizei)

Die Polizei hat am Samstag ein Treffen von Personen aus Eritrea in der Luzerner Gemeinde Geuensee beendet. Der Grund: Eine Gruppe habe eine Störaktion geplant.

Am Samstag fand in Geuensee eine Veranstaltung von Personen aus Eritrea statt. Im Verlaufe des Tages erhielt die Luzerner Polizei mehrere Hinweise, dass sich vor Ort eine zweite Gruppierung eritreischstämmiger Personen formiere, welche auch eine Störaktion gegen die andere Veranstaltung plane.

Veranstaltung «aus Sicherheitsgründen» beendet

Die Polizei hat daraufhin vor Ort Kontrollen durchgeführt. Gemeinsam mit der Gemeinde Geuensee entschied sie, die Veranstaltung «aus Sicherheitsgründen» zu beenden. Das teilt die Polizei am Dienstag mit. Die Polizei war mit mehreren Patrouillen vor Ort, da angeblich aus beiden Gruppen noch zahlreiche Personen auf der Anreise waren und kontrollierte mehrere Personen.

«Die Polizei konnte die Veranstaltung glücklicherweise ruhig, gesittet und diskussionslos stoppen.»

Yanik Probst, Mediensprecher der Luzerner Polizei

Die Polizei löste die Veranstaltung auf, bevor es zu einem Aufeinandertreffen der Gruppen kam. Wie Yanik Probst, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage von zentralplus sagt, hätten Polizei und Gemeinde die Veranstaltung präventiv beendet, um eine Auseinandersetzung zu vermeiden.

Involviert gewesen seien mehrere Dutzend Personen. Es habe sich um eine private Veranstaltung gehandelt. Was genau Teil der Störaktion gewesen wäre, kann Probst nicht sagen. «Die Polizei konnte die Veranstaltung glücklicherweise ruhig, gesittet und diskussionslos stoppen», so Probst weiter.

Opfikon: Im Herbst endete Eritrea-Veranstaltung in Massenschlägerei

Die Veranstaltung in Geuensee war nicht die erste schweizweit, die einen Polizeieinsatz zur Folge hatte. So löste ein Eritrea-Festival in Grellingen im Kanton Baselland Ende Dezember 2023 einen Grosseinsatz der Polizei aus. Damals versammelten sich Vertreter des eritreischen Diktators, um zur Gewalt gegen geflüchtete Menschen aufzurufen. Wie die «bz – Zeitung für die Region Basel» damals berichtete, hätten 300 Regimegegner versucht, die Veranstaltung zu stürmen.

Im vergangenen Herbst wollten in Opfikon (Zürich) mehrere Hundert eritreische Flüchtlinge ein Festival der Anhänger der Diktatur verhindern. Es kam zu einer Massenschlägerei und zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mehrere Personen wurden verletzt und festgenommen.

Verwendete Quellen
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