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Politische Bildung soll Pflichtfach werden
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Postulat bei Luzerner Regierungsrat eingereicht Politische Bildung soll Pflichtfach werden

2 min Lesezeit 12.09.2019, 06:51 Uhr

Die Vitznauer FDP-Kantonsrätin fordert mittels Postulat die Regierung auf, doch bitte zu prüfen, ob man ein obligatorisches Fach «Politische Bildung» einführen könnte. Für politische Kenntnisse reiche der Lehrplan 21 nicht.

FDP-Kantonsrätin Irene Keller (Vitznau) will ein obligatorisches Fach «Politische Bildung» auf der Sekundarstufe I prüfen lassen. Sie hat deswegen ein überparteiliches Postulat beim Regierungsrat eingericht. Konkret soll das Fach «Politische Bildung» während mindestens eines Jahres mindestens eine Wochenlektion in Anspruch nehmen. Die meisten Unterzeichner sind Parteikollegen, auch GLP- und SP-Exponenten haben unterschrieben.

Als Begründung sagt Keller: «Die direkte Demokratie der Schweiz ist nicht nur weltweit eine Ausnahme, sondern wir haben auch weltweit Erfolg damit. In keinem anderen Land ist die Möglichkeit der politischen Mitwirkung durch Stimmberechtigte derart gross und nur mit tiefen Hürden versehen, wie in der Schweiz. Aus diesem Grund sind die Kenntnisse und Anwendung dieser Möglichkeit ebenso von zentraler Bedeutung.»

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Unzufrieden mit Lehrplan 21

Bereits im Oktober 2018 hat Keller eine Anfrage zum Stellenwert der politischen Bildung im Kanton Luzern eingereicht. Aus der Antwort der Regierung sei hervorgegangen, dass die Regierung die Situation, wie sie der Lehrplan 21 bietet, als genügend erachtet. Aus Sicht von Keller sowie weiterer Ratsmitglieder aus verschiedenen Parteien ist der Lehrplan 21 bezüglich der politischen Bildung allerdings ungenügend.

«Durch den Lehrplan 21 können politische Kenntnisse höchstens marginal erlangt werden – es besteht sogar die Möglichkeit, dass eine Lehrperson keinen politischen Lerninhalt in ihren Unterricht miteinbezieht. Dabei stellen politische Rechte und Pflichten lediglich ein kleines Unterthema im Rahmen des umfangreichen Sammelfachs ‹Natur, Mensch, Gesellschaft› dar», so Keller.

Dadurch werde klar, welchen Stellenwert die politische Bildung in der obligatorischen Schulzeit hat und weshalb die aktuelle Situation mangelhaft sei. Es dürfe nicht sein, dass eine so wichtige Errungenschaft so wenig Gewicht erhält.

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