Politik
Deutsche Firma am Zug Fäscht

Zug Fäscht: Wahl der Eventveranstalter wird zum Politikum

In einem Vorstoss möchte David Meyer wissen, weshalb keine lokalen Eventveranstalter für das Zug Fäscht angefragt wurden. (Bild: zvg)

Für das Zug Fäscht wurden scheinbar keine lokalen Eventveranstalter angefragt. David Meyer von den Grünliberalen will nun wissen, warum. Er hat eine kleine Anfrage in den Grossen Gemeinderat Zug eingereicht.

Das Zug Fäscht 2022 war ein voller Erfolg: Es lockte am 3. September rund 45'000 Besucherinnen in die grossen Meilen der Stadt Zug (zentralplus berichtete).

Erst später wurde bekannt, dass keine lokale Eventorganisatorin für das Zug Fäscht angefragt wurde. In einem Leserbrief der «Zuger Zeitung» wandte sich eine Veranstaltungsfirma an die Organisatoren. Sie bedauern, dass keine lokale Veranstaltungsfirma den Zuschlag für das Zug Fäscht erhielt. Dies, obwohl die Stadt, der Kanton und die Gemeinde total 550'000 Franken finanzierten. Wie sich herausstellte, wurde für das technische Material eine deutsche Eventtechnikfirma beauftragt. Die in Zug ansässigen Firmen seien nicht einmal angefragt worden.

Kleine Anfrage eingereicht

Jetzt wird das Thema zum Politikum im Zuger Grossen Gemeinderat: Der Grünliberale David Meyer wendet sich mit einer kleinen Anfrage an die Verantwortlichen.

«Die Branche der Veranstaltungstechnik war in den vergangenen zweieinhalb Jahren aufgrund
der Pandemie mit massivem finanziellem Ausfall konfrontiert. Es wäre ein Zeichen der Wertschätzung
und Solidarität gewesen, hätte man nach dieser langen Durststrecke lokales Gewerbe unterstützt», schreibt Meyer in seinem Vorstoss.

Meyer verlangt in seinem Vorstoss eine Antwort, weshalb keine lokalen Eventveranstalter für das Zug Fäscht berücksichtigt wurden, obschon viel Steuergeld investiert wurde. Zudem möchte er wissen, wie die Veranstalter die Wahl einer deutschen Firma aus ökologischer Sicht rechtfertigen.

Verwendete Quellen
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