Politik

Zug ist unbürokratisch
Ukraine-Flüchtlinge müssen in Luzern Sozialhilfe beantragen

  • Lesezeit: 2 min
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In Luzern bekommen Ukraine-Flüchtlinge Sozialhilfe, mit der dann die Gastfamilien entschädigt werden. (Bild: Adobe Stock)

Der Bund zahlt dem pauschal 1500 Franken monatlich pro Flüchtling aus der Ukraine. Während Zug einen Teil dieses Geldes unkompliziert weitergibt, müssen die Flüchtlinge in Luzern ein Gesuch um Sozialhilfe stellen.

Fünf Wochen ist es her, dass Russland die Ukraine angegriffen und so in Europa die grösste Flüchtlingswelle seit Jahrzehnten ausgelöst hat. In Luzern sind bereits rund 500 Personen eingetroffen, die hier Schutz suchen.

Der Bund zahlt den Kantonen pro Person einen Pauschalbeitrag von rund 1500 Franken. Wie dieses Geld für Essen und Unterkunft an weiter gegeben wird, ist aber unterschiedlich. Wie schon in der Corona-Pandemie ist auch in dieser Krise ein kantonaler Flickenteppich entstanden.

Zug entschädigt Gastfamilien, Luzern die Ukraine-Flüchtlinge selbst

Während beispielsweise der die Gastfamilien gegen Vorweisen eines Untermietvertrags direkt entschädigt, müssen die Ukraine-Flüchtlinge in Luzern an den Sozialdienst der kantonalen Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) wenden, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Im Rahmen der Sozialhilfe kann dann ein Teil der Mietkosten übernommen werden.

Das heisst: Flüchtlinge, oft ohne Deutschkenntnisse, müssen ein formelles Gesuch stellen. Warum dieser bürokratische Mehraufwand? Gemäss DAF-Leiterin ist damit ein Untermiet-Vetrag Voraussetzung für eine Entschädigung der Gastfamilien. Das gibt den Ukraine-Flüchtlingen die Sicherheit , nicht «einfach auf die Strasse gestellt zu werden, wenn es Schwierigkeiten geben sollte», wie die «LZ» sie zitiert.

Vorteil: Mehr Sicherheit für die Flüchtlinge aus der Ukraine

Zudem erfahre der auf diese Weise, wenn ein Mietverhältnis mit Flüchtlingen aufgelöst werde. Dann könne er die Zahlungen stoppen. «Es geht also auch darum, die Kosten im Griff zu behalten», zitiert der Artikel Bolliger weiter. Da es sich bei den Gastfamilien um Freiwillige handelt, könne diesen auch zugemutet werden, die Ukraine-Flüchtlinge beim Beantragen der Sozialhilfe zu unterstützen.

Trotz der grossen Bereitschaft der Luzernerinnen, Ukraine-Flüchtlinge aufzunehmen, lässt sich der Kanton Luzern Zeit bei der Zuteilung zu Privaten. Der Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf begründete dies letzte Woche damit, dass höchste Sorgfalt gefragt ist: «Es kann nicht sein, dass wir jemanden bei Privaten unterbringen, die Kinder bereits eingeschult sind und dann funktioniert es zwischen der Gastfamilie und den Flüchtlingen nicht», meinte er an einer Pressekonferenz (zentralplus berichtete).

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