Politik
Antwort auf Interpellation

Stadtrat Zug prüft Tempo 20 auf Postplatz

Am 17. Juni hat das Restaurant «Più» eröffnet. Nun prüft die Stadt die Einführung einer Begegnungszone auf dem oberen Postplatz. (Bild: cbu)

Die CSP beurteilt die Sicherheit von Passanten und Serviceangestellten des Restaurants «Più» als gefährdet. Die Stadt Zug prüft die Einführung einer Begegnungszone auf dem oberen Postplatz.

Im Sommer ist auf dem Zuger Postplatz das neue Restaurant «Più» eröffnet worden (zentralplus berichtete). Martin Iten und Ignaz Voser, CSP-Mitglieder des grossen Gemeinderates, hat die Situation auf dem Postplatz Sorgen bereitet (zentralplus berichtete).

Denn: laut Voser und Iten habe die Aussengastronomie auf dem Postplatz eine «völlig neue Verkehrssituation» geschaffen. Um den Aussenbereich zu bedienen, müssen die Serviceangestellten die Strasse überqueren. Für sie sei es unverständlich, dass die Stadt nicht reagiert hat, bevor die Bewilligung für die Aussengastronomie dem «Più» erteilt worden ist.

Aufgrund der Bedenken hat Ignaz Voser zusammen mit Martin Iten eine Interpellation eingereicht. Sie haben den Stadtrat gefragt, ob eine Begegnungszone im Bereich des oberen Postplatzes möglich wäre. Die Massnahme sei prüfenswert, um die Sicherheit von Passanten und des Servicepersonals zu gewährleisten. Im Gegensatz zur Tempo-30-Zone gilt in einer Begegnungszone Tempo 20 und ein Vortritt von Fussgängern gegenüber dem Verkehr.

Stadtrat zieht Tempo 20 in Betracht

Nun ist die Antwort des Stadtrates auf die Interpellation veröffentlicht worden. Der Stadtrat schreibt, dass er die Bedenken nachvollziehen könne. «Die Erteilung der Baubewilligung für diesen Gastronomie-Betrieb und die Einführung einer Begegnungszone sind jedoch zwei komplett unterschiedliche Prozesse, welche nicht voneinander abhängig gemacht werden können», so der Stadtrat weiter. Als Sofortmassnahme ist daher das Tragen von Sicherheitswesten an Abenden auferlegt worden.

Wie der Stadtrat aber schreibt, ist die Begegnungszone nicht vom Tisch. In einem Verkehrsgutachten wird die Einführung einer Begegnungszone für den Bereich von der Schanz bis zum Anfang der Poststrasse als «nötig, zweck- und verhältnismässig» beschrieben. «Der Stadtrat zieht somit entsprechende Anpassungen in Betracht», schreibt der Stadtrat abschliessend.

Verwendete Quellen
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