Politik
Stromsparmassnahmen

Stadtrat Zug verbietet temporäre Eisfelder

Auch in der Stadt Zug ist Energiesparen angesagt. Heute hat der Stadtrat seine Massnahmen publiziert. (Bild: Adobe Stock)

An einer Sitzung hat der Stadtrat Zug Stromsparmassnahmen beschlossen. Diese sollen den Stromverbrauch bis im März 2023 um rund zehn Prozent reduzieren.

Wie die Stadt Zug mitteilt, entfallen auf die Zeit von Anfang Dezember bis Ende März rund zwei Drittel des jährlichen Wärmebedarfes. Auch beim Strom ist der Bedarf in dieser Zeit erhöht. Entsprechend sind Einsparmassnahmen in dieser Zeit besonders wirksam.

Deshalb hat der Stadtrat Zug in einer Sitzung vom 4. Oktober eine Reihe von Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs beschlossen.

Öffentliche Gebäude: Temperaturen werden gesenkt

Wenig überraschend senkt auch die Stadt Zug die Temperaturen in ihren Gebäuden. Diese Massnahme für Verwaltungsgebäude, Schulen und Sportanlagen verspricht den grössten Effekt, denn das Absenken von einem Grad führt zu einer Einsparung vor rund fünf bis zehn Prozent. In Turnhallen, Sporthallen und Werkräumen wird die Temperatur auf 16 bis 17 Grad reduziert. Alle anderen Räumlichkeiten werden auf 19 oder 20 Grad abgesenkt. Selten genutzte Räume gar auf 13 Grad.

Sportmuffel aufgepasst: Neben der Reduktion der Temperaturen werden auch einzelne Aufzüge im Stadthaus ausgeschaltet. Während vier Monaten sei damit eine Stromeinsparung von rund 2'400 kWh zu erwarten, was den Sparbemühungen von rund zehn Haushalten entspricht. Die Aufzüge für einen barrierefreien Zugang bleiben in Betrieb.

Auch die Wassertemperaturen in öffentlichen Bädern werden abgesenkt. Die Stadt erhofft sich auch hier die Stadt eine grosse Wirkung, da Schwimmbäder zur Gruppe der grössten Energieverbraucher gehören. Die Wassertemperaturen werden um rund zwei Grad von 28 auf 26 Grad reduziert.

Nur eingeschränkte Weihnachtsbeleuchtung

Im Gegensatz zur Stadt Luzern schaltet die Stadt Zug ihre Weihnachtsbeleuchtung nicht gänzlich aus (zentralplus berichtete).

Im Normalfall ist die Weihnachtsbeleuchtung von Ende November bis Anfang Januar während rund elfeinhalb Stunden pro Tag in Betrieb. Die städtische Weihnachtsbeleuchtung wird bereits heute mit energieeffizienten LED-Lichtern betrieben. Der Energieverbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung beläuft sich pro Jahr auf rund 7’500 kWh, entspricht also knapp zwei Durchschnittshaushalten.

Wie die Stadt mitteilt, sei aber Bedürfnis in der Bevölkerung nach Weihnachtsbeleuchtung vorhanden. Daher wird lediglich die Brenndauer auf die Zeit zwischen 17 Uhr bis 21.30 Uhr beschränkt. Dies ermöglicht eine Einsparung von ungefähr 60 Prozent und entspricht den Sparbemühungen von rund 19 Haushalten.

Stadt schränkt Veranstaltungen ein

Eingeschränkt werden Aktivitäten im öffentlichen Raum, «welche keine wesentlichen Entbehrungen für die Öffentlichkeit darstellen.» So wird beispielsweise die temporäre Beleuchtung von Gebäudefassaden untersagt.

Ebenfalls nicht bewilligt werden Veranstaltungen und Aktivitäten im öffentlichen Raum, welche mit einem erheblichen Energieverbrauch verbunden sind. Dazu zählt beispielsweise der temporäre Betrieb eines Kunsteisfeldes.

Verwendete Quellen
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