Politik
Finanzierung der Gütschbahn

Stadt zahlt für Absicherung mehr

Die Stadtluzerner setzten sich für die Wiederinbetriebnahme der Gütschbahn ein. Im Sommer 2015 soll diese wieder fahren. (Bild: standseilbahnen.ch)

Die Vertragsverhandlungen zwischen der Stadt Luzern und der Château Gütsch Immobilien AG sind abgeschlossen. Jetzt ist klar, wer wie viel und wann an die Gütschbahn zahlen soll.

Am 28. August 2013 begannen die Bauarbeiten an der Gütschbahn. Ein halbes Jahr später war auf der Baustelle gähnende Leere. Dies nachdem die Vertragsverhandlungen zwischen der Stadt und der CGI über den Investitionsbeitrag in eine weitere Runde gegangen waren.

Nun steht der Finanzierungsschlüssel fest: Die Stadt soll 1,65 Millionen und die CGI 1,46 Millionen für die Sanierung der Gütschbahn bereitstellen. «Eine einmalige Zahlung von 1,65 Millionen Franken wäre beim Parlament wahrscheinlich nicht mehrheitsfähig gewesen. Deshalb haben wir einen Beitrag in Tranchen ausgehandelt», erklärt Adrian Borgula, Direktor Umwelt, Verkehr und Sicherheit der Stadt Luzern.

Das nun vereinbarte Finanzierungskonzept soll die Sanierung und den Betrieb der Bahn für die Vertragszeit von 25 Jahren sichern, wie aus dem Bericht und Antrag des Stadtrates hervorgeht. Die erste Tranche wird 30 Tage nach der Inbetriebnahme der Bahn bezahlt, weitere Zahlungen sind nur unter der Bedingung geschuldet, dass die Bahn im vereinbarten Umfang ununterbrochen in Betrieb war.

Deshalb zahle man über fünf Jahre hinweg je 346’500 Franken. Total ergäbe dies einen Betrag von 1,73 Millionen Franken. Die Differenz zu den verhandelten 1,65 Millionen Franken erklärt Borgula mit der Verzinsung: «Weil wir keinen einmaligen Betrag zahlen, sondern über fünf Jahre hinweg, muss die CGI das Geld vorgängig beschaffen und dafür bei einem Kreditgeber Zins bezahlen.» Die CGI hätte natürlich lieber eine einmalige Zahlung gehabt, so Borgula.

Parlament entscheidet im Juni

Auch an den Betriebskosten beteiligt sich die Stadt mit pauschal 250’000 Franken. Diese sind im geplanten Betrag schon miteinberechnet. Die Stadt beteilige sich daran, weil mit der Integration in den Tarifverbund des Verkehrsbundes Luzern eine Minderung der Erträge einhergehe. Diese Integration sei aus städtischer Sicht von grossem Interesse.

Im Vertrag wird die Stadt zudem berechtigt, die Bahn auf eigenen Kosten zu übernehmen, falls der Betrieb zuvor eingestellt würde.

Das Parlament entscheidet nun voraussichtlich am 26. Juni 2014 über den Bericht und Antrag zum Finanzierungsbeitrag. «Ich denke, wir haben eine gute Chance das Parlament mit unseren Argumenten überzeugen zu können, aber sicher ist der Beitrag noch nicht», sagt Borgula.

Die Fertigstellung von Berg- und Talstation und die Montage des Schräglifts würden nach dem Entscheid über den städtischen Beitrag in Auftrag gegeben. Es sei mit einer Bauzeit von zwei bis drei Monaten zu rechnen. Die Gütschbahn könnte also noch im Jahr 2014 den Betrieb aufnehmen.

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