Politik
Job-Sharing für Stadtregierung?

SP sorgt sich um das Wohl der Luzerner Stadträte

Die SP will den Luzerner Stadtrat entlasten, damit das Amt attraktiv bleibt. (Bild: jal)

Teilzeitarbeit ist im Trend. Das freut die Stadtluzerner SP. Gleichzeitig ist sie besorgt um die Attraktivität des Stadträtinnen-Amts. Kommt auf diesem Posten bald Job-Sharing?

Für die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf ist Teilzeitarbeit oftmals die Lösung. Das begrüsst die SP. «Teilzeit Arbeitende sind ausgeruht, motiviert und leistungsfähig», schreibt sie in einem neuen Postulat.

Doch Teilzeitarbeit sei trotz des Trends noch nicht überall verbreitet. Zum Beispiel im Luzerner Stadtrat. Diese Situation stellt die SP mit ihrem Postulat nun infrage.

80 Prozent-Pensum für Stadträte gefordert

Denn gerade bei den Stadträtinnen sei die Belastung durch die vielen Themen und die hohe Verantwortung besonders hoch. Die SP kritisiert: «Da das Amt als Stadtrat noch auf dem überholten Modell einer mindestens Vollzeitarbeitsstelle beruht, verliert es an Attraktivität. Dadurch verlieren wir qualifizierte Amtsanwärterinnen.»

Die SP fordert in ihrem Postulat darum, dass das Pensum der Stadträte höchstens 80 Prozent betragen darf. Heutzutage würden viele Menschen Wert auf eine gute Work-Life-Balance legen. Dem müsse nun Rechnung getragen werden, indem neue Arbeitsmodelle für Luzerner Stadträte gefunden werden.

Die SP hat dazu konkrete Vorschläge: Einerseits könnten operative Tätigkeiten der Stadträtinnen innerhalb eines Departements auf mehrere Schultern verteilt werden. Oder der Stadtrat soll auf sieben Personen aufgestockt werden. Dadurch würde sich die Belastung der einzelnen Stadträtinnen reduzieren.

Verwendete Quellen
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