Politik
Abstimmung in der Stadt Luzern

So sehen die Pläne für die Zimmeregg-Badi aus

Im Nebengebäude wird eine Waldbar mit einem kleinen gastronomischen Angebot untergebracht. (Bild: Brechbuehler Walser Architekten GmbH, Zürich)

Noch rund eine Woche können Wasserratten und Sonnenanbeterinnen im Waldschwimmbad Zimmeregg den Sommer geniessen. Wie es mit der Badi in Zukunft weitergeht, entscheiden die Stadtluzerner später im September an der Urne. Bei einem Ja wird die beliebte Anlage eine Saison lang geschlossen bleiben.

Nicht nur am See lockt in Luzern eine kühle Erfrischung, sondern auch mitten im Zimmereggwald bei Littau. Noch bis zum 19. September läuft die aktuelle Badi-Saison. Wie es mit dem Waldschwimmbad darüber hinaus weitergeht, entscheiden die Stadtluzerner Stimmberechtigten am 26. September an der Urne.

zentralplus beantwortet die wichtigsten Fragen zur Vorlage.

Worum geht es?

Zwischen Reussbühl und Littau, mitten im Wald, liegt die Zimmeregg-Badi. Das beliebte Waldschwimmbad existiert seit den 1960er-Jahren und ist entsprechend eingerostet. So sind zum Beispiel die Becken und Leitungen nicht mehr dicht und im Anstrich wurden Schadstoffe entdeckt – 2013 musste das Bad deswegen geschlossen werden. Nach einer kleineren Sanierung vor sieben Jahren will der Luzerner Stadtrat die Badi nun im grösseren Stil wieder auf Vordermann bringen.

Was ist geplant?

Die Stadt möchte sowohl eine «Oase der Ruhe und Erholung» als auch eine attraktive Familienbadi schaffen. Der Charakter als naturnahes Waldschwimmbad soll erhalten bleiben.

Zum einen wird die Badeanlage saniert und umgebaut. Das heutige 50-Meter-Schwimmbecken wird auf 25 Meter verkleinert, was weniger Wasser benötigt und die Kosten senkt. Die Verkürzung sorgte indes nicht bei allen für Freudensprünge, doch für die Stadt steht das Sportschwimmen nicht im Vordergrund (zentralplus berichtete). Das Kinderplanschbecken wird komplett ersetzt und mit neuen Wasserspielen ergänzt. Ebenso sind im Nichtschwimmerbecken neue Attraktionen geplant – wie eine 80-Meter-Rutschbahn oder ein Wasserkübel-Karussell.

Das 50 Meter-Becken wird verkleinert. (Bild: Brechbuehler Walser Architekten GmbH, Zürich)

Zum anderen wird ringsum einiges erneuert. Zum Beispiel der Eingangsbereich, wo zwei neue Gebäude mitsamt Buvette aus Holz entstehen. Aufgefrischt werden zudem der Spielplatz sowie die Sportanlagen – von Pingpongtischen bis zum Beachvolleyfeld – auf der Spielwiese. Diese Wiese mitsamt Abenteuerspielplatz und Grillstellen ist künftig auch ausserhalb der Saison zugänglich.

Was kostet das Ganze?

Die Sanierung kostet 14,875 Millionen Franken, dazu kommt rund eine Million für die Projektierung – insgesamt gibt die Stadt also knapp 16 Millionen Franken für die Auffrischung der Badi aus. Ursprünglich wurde mit einem tieferen Betrag gerechnet, doch es zeigte sich, dass dieser nicht reicht. Die Höhe der Kosten gab im Stadtparlament denn auch zu reden.

Wann geht’s los und was bedeutet das für die Badi-Besucher?

Sagt die Stimmbevölkerung am 26. September ja, wird die Zimmeregg-Badi vom Oktober 2022 bis im Mai 2024 umgebaut. Wermutstropfen: Im Sommer 2023 bleibt das Waldschwimmbad wegen der Sanierung geschlossen. Das ist laut der Stadt nicht zu verhindern, weil ein Umbau in mehreren Etappen noch teurer und zudem schwierig umsetzbar wäre.

Wer ist dafür, wer dagegen?

Das Stadtparlament hat sich einstimmig für die Sanierung ausgesprochen. Auch von den Parteien kommt kein Widerstand. Das Projekt ist unbestritten und dürfte am 26. September folglich auch die Volkshürde locker überspringen.

Das Waldschwimmbad Zimmeregg. (Bild: Marianne Baschung)
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