Von Häme bis Fake News

So hohe Wellen schlägt Aeschis Polizeirangelei im Netz

Der Vorfall auf der #Bundeshaustreppe wird zum Internettrend. (Bild: Screenshot X-Beitrag: Patti Basler)

Der Zwischenfall im Bundeshaus sorgt für Gesprächsstoff im Internet: SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi geriet in eine Rangelei mit der Bundespolizei. Kurz darauf: Memes machen die Runde, und die russische Propagandamaschinerie läuft.

Am Mittwochmorgen kommt es im Bundeshaus während des Staatsbesuchs des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuck zu einem Handgemenge zwischen Thomas Aeschi und Sicherheitskräften der Bundespolizei (zentralplus berichtete) – Grund dafür war eine gesperrte Treppe.

Wenige Stunden nach dem Vorfall ist das Netz bereits voll mit Kommentaren, Wortmeldungen, Memes, Häme und Zuspruch für den Zuger Politiker. Es kursierte gar der Hashtag «Bundeshaustreppe».

Einige der Kommentare bleiben dabei noch anständig, weisen aber auch auf die Unnötigkeit des Gerangels hin. Das Debakel in Bundesbern wäre leicht zu umgehen gewesen, schreibt etwa GLP-Nationalrat Beat Flach.

Andere wiederum nehmen den Vorfall und den SVP-Fraktionschef auf die Schippe. Kurze Zeit nach der Rangelei kursieren im Netz bereits Memes. Hier eine kleine Auswahl:

Der Vorfall findet seinen Weg in die russische Propaganda

Während sich die einen lustig machen, nutzen andere den Vorfall für ihre Zwecke und verbreiten Fake News. Anlässlich der bevorstehenden Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock wird der Vorfall auf der Internetplattform X von prorussischen Nutzern ins Lächerliche verzerrt, wie folgender Beitrag zeigt. Die Überschrift bedeutet übersetzt so viel wie: «Bundespolizei & Garde von Selenskyj und der ukrainischen Delegation brechen die Arme von Schweizer Politikern. Jetzt gehts los!»

Ebenfalls aufgenommen hat den Vorfall die AfD in Deutschland, welche das Video des Handgemenges ebenfalls weiter verbreitete. Es sind Hunderte von Kommentaren, die rund um den Vorfall nur wenige Stunden später im Netz kursierten. Neben Kritik und Häme erntet Aeschi aber auch viel Zuspruch. Mehrere Nutzer stellen das Verhalten der Bundespolizei infrage und bekräftigen die Rechte der Parlamentarier im Bundeshaus.

Verwendete Quellen
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