Politik
Aufgrund der Polizeikrise 2013

Reorganisation bei der Luzerner Polizei

Ab dem 1. Januar 2015 gibt es bei der Luzerner Polizei die Interventionseinheit «Fachdienst Sondereinsätze». (Bild: Luzerner Polizei)

Die Luzerner Polizei erhält eine neue Interventionsabteilung, zu der auch Angehörige der Zentralschweizer Sondereinheit «Luchs» gehören. Dies geschieht aufgrund eines Projektes, das letzten Herbst aus den Empfehlungen zur Polizeikrise hervorgegangen ist. Am 1. Januar 2015 wird die umorganisierte Truppe «Fachdienst Sondereinsätze» eingeführt.

«Das Projekt ist aus der Krise vom letzten Sommer und dem Sollbergerbericht hervorgegangen», erklärt Polizeikommandant Adi Achermann. Im Herbst 2013 erteilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern der Führung der Luzerner Polizei den Auftrag, die Einheit «Ständige Präsenz- und Interventionsdienst» (SPID) zu überprüfen. Das Grobkonzept wurde anschliessend vom Regierungsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

«Ziel war es die Abteilung Intervention neu anzuschauen, weil einige Mitglieder dieser Einheit wegen Übergriffen in der Kritik standen», so Achermann. Aber das liege auch in der Natur der Sache, dass die Leute dieser Einheit am ehesten in Verfahren verwickelt sind, da sie sich häufig in heiklen Situationen befinden würden. Zu der neu organisierten Einheit gehören auch Angehörige der Zentralschweizer Sondereinheit «Luchs».

Von den 38 Polizeiangehörigen, die zurzeit in der SPID sind, werden sieben in andere Abteilungen versetzt. Der neue Fachdienst wird also aus 31 Polizisten und Polizistinnen bestehen. «Diese interne Umlagerung geschieht auch, weil wir Ressourcen sparen müssen», so Achermann. Die anderen Frontabteilungen der Polizei (Sicherheits-, Kriminal-, Verkehrs- und Bereitschaftspolizei) sollen gezielt unterstützt werden. Die Grundversorgung, vor allem der Patrouillendienst, werde reduziert.

Eine weitere Änderung: Äusserlich wird die Einheit weniger martialisch aussehen als bisher. Achermann: «Die Polizisten sollen nicht mehr wie bisher in einem speziellen Tenü herumlaufen, sondern normale Uniformen tragen.» Diese Vereinheitlichung geschehe, damit sie nicht so exponiert seien.

Zu den Kernaufträgen des Fachdienstes gehören Intervention, Personenschutz, Instruktion und der Patrouillendienst. Die Polizisten verfügen diverse Spezialausbildungen. Achermann: «Sie sind vor allem sportlich gefordert, müssen taktisch besonders geschult sein, gut schiessen können und über pädagogische Fähigkeiten verfügen, damit sie andere Polizisten instruieren können.»

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