Frau des Zugers entscheide am Ende

Marco Rima will eventuell in die Politik einsteigen

In der Pandemie wurde er auch als «Covidiot» bezeichnet. Nun ist Rima zurück auf den Bühnen und hat einiges vor. (Bild: Samuel Schalch)

Der 61-jährige Zuger hat turbulente Zeiten hinter sich. Seine Äusserungen während der Pandemie sorgten für Gesprächsstoff. Unterdessen ist er zurück auf der Bühne und spielt sogar mit dem Gedanken, in die Politik einzusteigen.

Die Corona-Massnahmen haben den Zuger Entertainer verändert. Die Bühnenauftritte wurden durch die Pandemie verunmöglicht und er nutzte in der Zeit hauptsächlich Facebook, um seine Fans zu erreichen.

Dort liess er seinem Frust und seiner Skepsis gegenüber den Corona-Massnahmen des Bundes immer wieder freien Lauf (zentralplus berichtete). Plötzlich war der Zuger nicht mehr wegen seiner Kunst, sondern wegen seiner Haltung in den Schlagzeilen. Im Rückblick meinte Rima gegenüber zentralplus: «Leider wurden viele Menschen, die während Corona einen anderen Weg gegangen wären (40 Prozent), diskreditiert, zu Schwurblern erklärt und in die Nazi-Ecke gestellt!»

Corona ist vorbei, vergessen aber nicht

Nun hat der Zuger auf YouTube ein neues Comedy- und Satire-Programm gestartet. So schreibt Rima auf seinem Kanal: «Ich werde neu ab heute, dem 13. November, jeweils jeden Sonntag, pünktlich um 10 Uhr morgens mit dem Comedy-Satire-Format ‹Übrigens› auf meinem YouTube-Kanal zu sehen sein.» Klar thematisiert Rima auch die Pandemie bei seiner ersten Ausgabe.

Wird Marco Rima jetzt Politiker?

Die «Weltwoche» führte zum Start des Kanals ein Interview mit Rima. Darin spielt er mit dem Gedanken, nun auch selbst in die Politik einzusteigen. «Viele Satiriker sind während der Pandemie im Gleichschritt mit dem Staat marschiert. Ich möchte dies nicht bewerten. Aber man muss Dinge in Frage stellen. Es ist unsere Aufgabe, den Diskurs anzustossen.»

Das sei einer der Gründe für dieses Gedankenspiel. «Meine Frau ist zwar dagegen, aber ich überlege mir, ob ich es nicht trotzdem wagen soll. Ich bin in einem Zwiespalt – und befinde mich in einem Zwiegespräch mit mir selber. Was sicher ist: Ich will nicht nach Bern, um den Menschen zu gefallen. Und letztlich muss man erkennen, was seine Berufung ist. Ich lasse es offen. Fest aber steht: Meine Frau hat das letzte Wort», sagt er gegenüber der «Weltwoche».

Verwendete Quellen
  • YouTube-Kanal von Marco Rima
  • Bericht «Weltwoche»
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7 Kommentare
  • Profilfoto von Wir haben die Wahl!
    Wir haben die Wahl!, 17.11.2022, 13:59 Uhr

    Ok, in welche politische Ecke es den Herrn Rima dann bei einem eventuellen und von seiner Frau gnädigst abgesegneten «Einstieg in die Politik» drängt, lässt sich unschwer mit seiner Affinität zur «Weltwoche» und dem «Nebelspalter» erraten. Oder ist das alles am Ende doch nur eine peinliche PR-Aktion?

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    • Profilfoto von Buckminster Fuller
      Buckminster Fuller, 17.11.2022, 16:06 Uhr

      Das Stichwort ist: Vielfalt und Diversität. Ganz nach linker Lesart.
      Oder befürworten Sie etwa doch Gleichschaltung politischer Meinung?
      Die Weltwoche und der Nebelspalter haben dieselbe Existenzberechtigung wie die WoZ und Titanic. Das nennt sich dann Wahlfreiheit politischer oder medialer Angebote – etwas, das Ihnen etwas fremd erscheinen könnte. Und was spricht dagegen, dass M. Rima sich für eine konservative Sichtweise stark macht?

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      • Profilfoto von Wir haben die Wahl!
        Wir haben die Wahl!, 17.11.2022, 17:47 Uhr

        @Buckminster
        Habe ich in meinem Kommentar die Existenzberechtigung von irgend etwas in Frage gestellt? Selbstverständlich dürfen Sie meinem Kommentar «linke Leseart» und «Gleichschaltungsabsichten»unterstellen, das überlasse ich gerne Ihrer Fantasie.

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  • Profilfoto von Marc
    Marc, 17.11.2022, 10:33 Uhr

    Zwischen Satire und Rimas billigem Schenkelklopfhumor gibt es einen grossen Unterschied. Und wer schwurbelt ist nunmal ein Schwurbler.

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    • Profilfoto von Boy Kot/T
      Boy Kot/T, 17.11.2022, 16:12 Uhr

      Zwischenzeitlich ist ja durch die Tagespresse geschwurbelt, dass die Schwurbler beim BAG schwurbeln. Und zwar mit Vorsatz.
      Dass BAG selber musste seine eigenen Schwurbeleien ja zugeben und ehemalige Aussagen zum Infektionsschutz der sog. Impfung revidieren. Dumm, dass dies ein ganzes Weltbild (womöglich flach!) zum einstürzen bringen kann.

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  • Profilfoto von Dinah
    Dinah, 17.11.2022, 09:57 Uhr

    mol doch, was unserer Politik fehlt sind alte Männer.

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  • Profilfoto von Gictor Viacobbo
    Gictor Viacobbo, 17.11.2022, 09:53 Uhr

    Pantoffelhelden gehören nach Bern!

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