Zuger Nationalrätin fordert

Manuela Weichelt will Prämien an Einkommen koppeln

Krankenkassenprämien fressen vielen Schweizerinnen ein Loch in die Tasche. (Bild: Adobe Stock)

Prämien sollen in der Schweiz zukünftig an das Einkommen und Vermögen gekoppelt werden. Das fordert die Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt.

Manuela Weichelt (ALG) will die Krankenkassenprämien revolutionieren. Geht es nach der Zugerin, soll die Höhe der Prämie zukünftig vom Einkommen und Vermögen abhängen. «Ein Milliardär zahlt heute für die Grundversicherung gleich viel wie eine Migros-Verkäuferin. Das ist doch absurd», zitiert der «Blick» die Politikerin. In ihrem Vorstoss an den Bundesrat verweist sie auf andere Länder wie Deutschland, in denen ein ähnliches System üblich ist.

Weichelts Vorschlag stösst in Bundesbern auf Gegenwind. «Beim Bäcker bekomme ich das Brot auch nicht günstiger, nur weil ich weniger verdiene», zitiert der «Blick» FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Prämien künstlich zu verbilligen, schaffe falsche Anreize wie etwa Überkonsum. Für den Zürcher Politiker sei das System Prämienverbilligungen funktionstüchtig. Weichelt dagegen erhofft sich einen Bürokratie-Abbau durch ihren Vorstoss. «Damit würde der riesige administrative Aufwand für die Prämienverbilligung wegfallen.»

Verwendete Quellen
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