Grosser Stadtrat überweist Postulat

Määs an der Frohburgstrasse ist doch nicht vom Tisch

Haben die Fahrgeschäfte der Määs auf der Frohburgstrasse Platz? Das muss der Luzerner Stadtrat nun erneut prüfen. (Bild: Emanuel Ammon / Aura)

Der Standort der künftigen Määs hängt noch immer in der Schwebe. SP-Grossstadtrat Mario Stübi schlägt vor, die Frohburgstrasse in Betracht zu ziehen. Obwohl der Stadtrat diese Option bereits einmal geprüft hat, muss er dies nun nochmal tun.

Wo gibt es künftig Zuckerwatte, Fakir-Wurst und «Putschi-Autos»? Diese Frage beschäftigt seit Monaten die Luzerner Politik (zentralplus berichtete). Denn nach der Machbarkeitsstudie für das grüne Inseli hat der Stadtrat die Määs vom Inseli verbannt. Laut SP-Grossstadtrat Mario Stübi muss die Määs jedoch nicht zwingend dort weg – wenn man die umliegende Frohburgstrasse in die Überlegungen miteinbezieht.

Für sein entsprechendes Postulat hat der Stadtrat jedoch kein Musikgehör: Den Standort habe man in der Machbarkeitsstudie bereits überprüft und verworfen (zentralplus berichtete). Entgegen dem Antrag des Stadtrats hat der Grosse Stadtrat das Postulat am Donnerstag jedoch überwiesen. Womit der Stadtrat erneut hinter die Bücher muss.

Verkehrsprobleme und Durchgangsbahnhof

Gemäss der Stadt liege das Problem bei der Frohburgstrasse besonders bei der Verkehrssituation. Einerseits wegen Zulieferungen bei den umliegenden Institutionen, andererseits auch aus Sicherheitsgründen: So wäre für Rettungsfahrzeuge kein Durchkommen mehr möglich.

Auch der Durchgangsbahnhof könnte noch zum Problem werden, da sich dann der gesamte Platz verändern werde. Und nicht zuletzt sind auch die Määs-Macher selbst nicht begeistert vom Platz. So sagt beispielsweise SVP-Grossstadträtin und Schaustellerin Lisa Zanolla: «Das ist halt auch nur ein schmaler Schlauch, auf dem etwa grosse Bahnen keinen Platz haben» (zentralplus berichtete).

Zanolla, wie auch Gleichgesinnte der SVP, Mitte und FDP beharren stattdessen weiterhin auf dem Standort Inseli (zentralplus berichtete). Dazu haben sie erfolgreich eine Initiative lanciert. Die Stadtluzerner werden über den Määs-Standort also an der Urne entscheiden.

Verwendete Quellen
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