Vorstoss abgelehnt

Luzerner Regierung hält wenig von höheren Kinderzulagen

Der Luzerner Regierungsrat möchte die kantonalten Kinderzulagen nicht erhöhen. (Bild: Adobe Stock Symbolbild)

Ein Vorstoss aus dem Luzerner Kantonsrat verlangt vom Regierungsrat, die Kinderzulagen zu erhöhen. Dieser lehnt ab – der Bund erhöhe sie sowieso.

Der Luzerner Regierungsrat ist gegen höhere Kinderzulagen. In einer soeben veröffentlichten Stellungnahme lehnt er einen dahingehenden Vorstoss ab. Zusammen mit Mitunterzeichnern forderte der Grüne-Kantonsrat Hannes Koch, dass der Kanton Luzerner Familien mehr Kinderzulagen gibt.

Die Postulanten verlangten, anstelle der geplanten Erhöhung des Kinderabzugs die Kinderzulage im selben finanziellen Ausmass zu steigern. Gemäss Koch würde diese Massnahme einkommensschwache Familien wesentlich besser unterstützen.

Der Vorstoss kritisiert damit die geplante Steuergesetzrevision 2025, welcher der Kantonsrat vor zwei Monaten zustimmte (zentralplus berichtete). In der Revision ist vorgesehen, den allgemeinen Kinderabzug von heute jährlich 7000 Franken auf 8000 Franken anzuheben.

Regierungsrat hält nichts von der Forderung

Jetzt argumentiert der Regierungsrat in seiner Stellungnahme, dass die Zulagen durch neue Regeln des Bundes sowieso um fünf bis zehn Franken pro Monat erhöht werden. Es sei davon auszugehen, dass die Zulagen für das Jahr 2025 wie folgt festgelegt würden:

  • Bis zum vollendeten 12. Altersjahr: eine Kinderzulage von 215 Franken pro Monat (bisher 210 Franken)
  • Vom vollendeten 12. bis zum vollendeten 16. Altersjahr: eine Kinderzulage von 260 Franken (bisher 260 Franken)
  • Ab dem vollendeten 16. Altersjahr: eine Ausbildungszulage von 270 Franken (bisher 260 Franken)

Zudem, so der Regierungsrat, hätte die Forderung der Postulanten eine markant grössere finanzielle Belastung der Arbeitgeber zum Resultat. Das wiederum sei schädlich für die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Kanton Luzern.

Verwendete Quellen
  • Postulat von Hannes Koch
  • Stellungnahme des Luzerner Regierungsrats
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