Politik

Die meisten Gardisten kommen aus Luzern
Luzerner Gardenchef enttäuscht über Spenden-Widerstand

  • Lesezeit: 2 min
  • Kommentare: 3
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Der derzeitige Kommandant der Garde, Christoph Graf, ist seit 2015 im Amt. (Bild: Katarzyna Artymiak)

Den verbindet vieles mit der . Nicht nur stammen die meisten Gardisten aus Luzern, sondern auch deren Kommandant . Nun äussert er sich zum Spenden-Widerstand.

Der Vatikan will eine neue Kaserne für die bauen. Für die rund 45 Millionen Franken Baukosten hat eine dafür gegründete Stiftung die Schweizer Kantone um Spenden gebeten. Gegen die geplante Spende des Kantons Luzern ist jedoch ein Referendum ergriffen worden (zentralplus berichtete). Die Luzernerinnen werden am 25. September darüber an der Urne entscheiden (zentralplus berichtete). Das erstaunt, denn gerade der ist eng mit der Schweizergarde verbunden.

Kommandant der Schweizergarde ist Luzerner

Beispielsweise stellt Luzern die meisten Gardisten. Von den 135 Mannen stammen 19 aus dem Kanton Luzern. Und auch der derzeitige Kommandant, (61) stammt aus dem Luzernischen Pfaffnau.

Entsprechend enttäuscht ist er auch über die anstehende . Zwar respektiere er die politischen Abläufe der Schweizer Demokratie, wie er gegenüber dem «Willisauer Bote» sagt. «Als stolzer Luzerner stimmt mich dieses Vorhaben aber traurig, denn in Anbetracht der gemeinsamen, reichhaltigen Geschichte Luzerns und der Päpstlichen Schweizergarde, würde ein negativer Beschluss einen Schatten auf dieses wichtige Projekt werfen.»

Mit dem Neubau soll den Gardisten eine «zeitgemässe Unterkunft» geboten werden. Mit Änderung des Heiratsartikels und der Aufstockung der Garde können nicht mehr alle Gardisten und deren Familie im Vatikan untergebracht werden. 8 der 22 Familien würden bereits im benachbarten Italien leben, so Graf.

Spendensammlung ist auf bestem Weg

Trotz Widerstand aus dem Heimatland scheint der Kasernen-Neubau auf gutem Weg zu sein. Stand 31. März hat die Stiftung 42,5 Millionen Franken aus Gönnerbeiträgen und Spendenzusagen zusammengetragen, wie die Stiftung in einer Mitteilung schreibt. 5 Millionen Franken davon stammen vom Vatikan selbst, der damit die Kosten für die vorübergehende Unterbringung der Gardisten übernimmt.

Am Mittwoch haben Vertreter des Heiligen Stuhls und der Stiftung die Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet.
Am Mittwoch haben Vertreter des Heiligen Stuhls und der Stiftung die Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet.

Inzwischen hat der Vatikan und die Stiftung eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Projekt unterzeichnet. Sobald die Stiftung die Finanzierung des Budgets gesichert hat, wird der Vatikan das Datum für den Baustart beginnen. Die Arbeiten werden jedoch frühestens nach dem heiligen Jahr 2025 aufgenommen, wie es in der Mitteilung heisst.

Du willst wissen, was Luzern sonst noch mit der Schweizergarde zu tun hat? Finde es spielerisch heraus in unserem Quiz!

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3 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 05.05.2022, 09:27 Uhr

    Wenn es einen Staat auf der Welt gibt, der zu 100% in Softpower und überhaupt nicht in Hardpower zu investieren hat, so ist das der Vatikan. Das Geld ist also zu verwenden für die Renovation von Kirchen und Deckengemälden, die attraktive Präsentation von Gemäldesammlungen und Gartenanlagen, für Soziales und Friedensförderndes, keinesfalls aber für den Bau von Kasernen. Wenn die Gardekaserne nun mittels privater Spenden unter Beteiligung von Bund und Kantonen modernisiert werden soll, so arbeitet übrigens auch die Schweiz justement an ihrer Softpower.

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  2. Kaufmann, 04.05.2022, 17:54 Uhr

    PRIVATE Gönnerbeiträge und Spenden sind super!
    Steuergelder sicher nicht für das Milliarden-Unternehmen VATIKAN

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  3. Kasimir Pfyffer, 04.05.2022, 17:38 Uhr

    Klassische «Mama ist nicht böse, nur traurig»-Masche.

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