Politik
Ständerat: Wer folgt auf Konrad Graber?

Luzerner CVP mit drei Schwergewichten auf Werbetour

Yvonne Hunkeler, Ludwig Peyer und Andrea Gmür wollen für die CVP ins Stöckli.

(Bild: les)

Die CVP Luzern will den Sitz des abtretenden Konrad Graber im Stöckli verteidigen. Mit Andrea Gmür, Yvonne Hunkeler und Ludwig Peyer bewerben sich drei Polit-Schwergewichte. Das macht den Parteipräsidenten überglücklich.

Am 29. Januar 2019 werden die Delegierten der CVP Luzern in Sursee über die Ständerats-Nomination entscheiden. Im Rennen sind: Andrea Gmür, Yvonne Hunkeler und Ludwig Peyer. «Wir freuen uns sehr und sind stolz, den Delegierten diese Personen zur Nomination zu empfehlen», sagt Parteipräsident Christian Ineichen. Die CVP lud diesen Mittwoch für eine Präsentation ins Rössli nach Ruswil. In diesem Restaurant wurde die Partei einst gegründet.

«Die Delegierten haben die Qual der Wahl», so Ineichen. «Die Ausgangslage ist offen. Die Bewerbung von gleich drei politischen Schwergewichten zeigt, dass die Partei über eine hervorragende Personalbasis verfügt, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.» Die CVP will mit der nominierten Person das Ständeratsmandat des nicht mehr zur Wahl antretenden Konrad Graber wieder besetzen (zentralplus berichtete). 

Andrea Gmür: Die Nationalrätin

Andrea Gmür ist im Toggenburg aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann, Helvetia-CEO Philipp Gmür, und ihren vier Kindern seit bald 30 Jahren in der Stadt Luzern. Die ehemalige Gymnasiallehrerin führt die Stiftung Josi J. Meier, welche sich um Menschen in Not in Stadt und Kanton Luzern kümmert.

Seit 2014 präsidiert Andrea Gmür zudem die städtische CVP. Im Nationalrat ist Andrea Gmür Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und der Rechtskommission (RK). Als Politikerin und Universitätsrätin, der die Jugend, deren Bildung und Zukunft besonders am Herzen liegen, setze sich auch für eine soziale Marktwirtschaft ein.

An der Medienkonferenz strich sie insbesondere ihre Vernetzung in Bundesbern hervor. «Ich setze mich sehr für die Jugend und die Bildung ein», sagte sie.

Yvonne Hunkeler: Die Vize-Parteipräsidentin

Yvonne Hunkeler ist in Oberkirch aufgewachsen und hat sich nach der Kanti mit Matura in Sursee in Luzern an der höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule zur Betriebsökonomin aus, und später berufsbegleitend zur Wirtschaftsprüferin weitergebildet. Die 51-jährige ist Vizepräsidentin der CVP des Kantons Luzern, seit 2011 Kantonsrätin und heute Präsidentin der Aufsichts- und Kontrollkommission des Kantons.

Die CVP Luzern lud diesen Mittwoch zur Medienkonferenz.

Die CVP Luzern lud diesen Mittwoch zur Medienkonferenz.

(Bild: les)

 

Yvonne Hunkeler strich ihre Spezialisierung auf Finanz- und Steuerfragen hervor, sie kenne sich in der Verkehrspolitik aus. Seit 2013 ist sie selbständige Unternehmerin und unterstützt Gemeinden und Firmen erfolgreich, ihre Herausforderungen zu meistern. Sie ist Verwaltungsratspräsidentin der Verkehrsbetriebe Luzern und Stiftungsrätin der St.-Anna-Stiftung. Sie lebt mit ihrem Partner in Grosswangen. «Ich vertrete Stadt und Land», sagte Hunkeler.

Ludwig Peyer: Der Fraktionschef

Der 54-jährige ausgebildete Jurist Ludwig Peyer lebt in Willisau und führt in Luzern ein Dienstleistungsunternehmen für Non-Profit-Organisationen mit 16 Mitarbeitern. In diesem Rahmen ist er auch Geschäftsführer des Verbandes Luzerner Gemeinden (VLG). Seit 2012 präsidiert er die CVP Fraktion im Kantonsrat. Durch seine breiten Erfahrungen in den Fachkommissionen Gesundheit, Bildung und Justiz bezeichnet sich Peyer selber als «Generalisten».

Ausserberuflich präsidiert Peyer die Personalkorporation Willisau und engagiert sich in verschiedenen Organisationen des öffentlichen Lebens. «Ich bin ein animal politique», erklärte Peyer. Weil er seinen Fokus auf das Finden von Lösungen lege, wäre er im Ständerat gut aufgehoben, so der Willisaur.

Parteisekretär Rico De Bona geht von 500 bis 850 Delegierten inklusive Gästen an der Versammlung nächsten Dienstag aus. «An diesem Abend kann Politik und Basisdemokratie pur erlebt werden», schwärmt er. Weil die Partei mit einem Grossaufmarsch rechnet, hat sie in Sursee kurzfristig in die Stadthalle gewechselt.

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