Politik
Glanzvoll in den Zuger Regierungsrat gewählt

Laura Dittli: «Das wird sicher gut»

Laura Dittli direkt nach den Wahlen im Interview mit den Medien. (Bild: wia)

Es dürfte die allermeisten verblüfft haben, mit welcher Wucht die 31-jährige Laura Dittli in die Zuger Exekutive gewählt wurde. Wir haben die Mitte-Politikerin kurz nach ihrer Wahl interviewt.

«Ich bin überwältigt von diesem tollen Ergebnis und vom Vertrauen, das mir die Zuger Bevölkerung geschenkt hat», sagt Laura Dittli gegenüber zentralplus. Die Oberägererin wurde am Sonntag mit einem sehr guten Resultat in den Zuger Regierungsrat gewählt. 21'013 Stimmen hat sie auf sich vereint – damit liegt sie an zweiter Stelle. Nur Landammann Martin Pfister hat noch mehr erhalten (zentralplus berichtete).

«Ich begegne den Menschen mit viel Respekt, kann auch mit Kritik umgehen. Das wird sicher gut», sagt sie weiter.

Auch dass sich das Leben der Anwältin bald ziemlich verändern wird, nimmt sie gelassen: «Klar bedarf dieses Amt einer gewissen Planung, doch nehme ich es, wie es kommt», so Dittli.

Um darüber nachzudenken, was sie als Regierungsrätin ändern möchte, sei es derzeit noch etwas früh, findet die Frischgewählte.

Für den Parteipräsidenten eine Sensation

Klare Worte findet der Parteipräsident der Mitte Schweiz: «Das ist ein erfreulicher Tag in Anbetracht der Regierungsratswahlen», sagt Gerhard Pfister. «Insbesondere, dass Laura das zweitbeste Resultat gemacht hat, ist toll. Es ist eine Sensation!»

Zur Frage, ob mit dem Glanzresultat auch die Erwartungshaltung an Dittli steige, sagt Pfister: «Die Messlatte ist immer hoch, wenn jemand Junges in ein solches Amt tritt. Die Skepsis ist jeweils gross, ob die Person der Aufgabe gewachsen ist.»

Doch habe die Erfahrung gezeigt, dass Dittli durchaus fähig sei. «Nach Pirmin Freis Tod hat Dittli ohne zu zögern zugesagt, das Amt der Kantonsratspräsidentin zu übernehmen. Solche Entscheidungen erfordern Mut.»

Die Verjüngung der Partei ist in diesem Fall gelungen

Doch sei Dittlis Ausgangslage gut gewesen bei den aktuellen Wahlen: «Wäre sie nicht gewählt worden, dann hätte sie nichts verloren. Schliesslich ging es um den Sitz, den die Mitte vor vier Jahren von der ALG gewonnen hat.»

Pfister sagt weiter: «Die Strategie der Mitte sieht eine massive Verjüngung der Partei vor. Ich bin sicher, das zahlt sich mittelfristig aus. Es braucht diesen Generationensprung.»

Pfister ist daher der Überzeugung, dass bereits junge Menschen in der Politik Verantwortung übernehmen sollen.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit Laura Dittli und Gerhard Pfister
  • Wahlresultate Zug
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