Politik
Michael Töngi distanziert sich

Krach bei Saferphone-Initiative: Neuer Verein geplant

Die Initiative wollte die Bevölkerung vor Strahlen schützen – doch der Verein dahinter sorgte für einen öffentlichen Aufschrei. (Bild: zvg)

Mit der Saferphone-Initiative wollen linke Nationalräte die Bevölkerung vor Mobilfunkstrahlung schützen. Der Inhalt davon gab jedoch weniger zu reden als der Verein dahinter, Frequencia. Deshalb lösen sich die Initianten nun davon.

Das Initiativkomitee hinter der Saferphone-Initiative zieht die Reissleine. Wegen anhaltender Kritik in den sozialen und traditionellen Medien stellen die Initianten die Trägerstruktur neu auf. Und zwar ohne Frequencia. «Diese Neuaufstellung soll eine inhaltliche Diskussion der Initiative ermöglichen», meint das Initiativkomitee dazu in einer Medienmitteilung.

Initianten distanzieren sich von Frequencia

Das Ziel der Initiative, zu deren Komitee auch der Luzerner Nationalrat Michael Töngi gehört, ist, die Bevölkerung vor Mobilfunkstrahlung zu schützen. So etwa durch kurze Funkverbindungen und einem Glasfasernetz in allen Regionen der Schweiz. Doch der Inhalt der Initiative ist ins Hintertreffen geraten. Zu Reden hat vor allem der Verein Frequencia gegeben.

Auf früheren Websites hat dieser verschiedenste Verschwörungstheorien zum Thema 5G verbreitet. Weshalb auch das Initiativkomitee zunehmend in Kritik geraten ist (zentralplus berichtete). Auch die Stiftung für direkte Demokratie mit ihrer Website WeCollect hat ihre Mitarbeit bei der Safer-Phone-Initiative sistiert, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

In ihrer Medienmitteilung räumt das Initiativkomitee ein, dass der Verein Frequencia nicht wissenschaftliche und verschwörungstheoretische Texte verbreitet hat. Peter Schlegel, treibende Kraft hinter dem Verein, weist diesen Vorwurf gegenüber dem Nachrichtenportal jedoch von sich. Dieser sei haltlos. «Wer ihn erhebt, hat Texte von uns nicht vollständig oder nicht mit ausreichendem Willen zur Genauigkeit und Differenziertheit gelesen», meint er dazu. Trotzdem werde er die Initiative weiterhin voll unterstützen.

Verwendete Quellen
Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.