Politik
Bericht über die Gleichstellungspolitik gefordert

Kommission stützt Luzerner Frauenstreik-Petition

Lila und laut: Der Frauenstreik vom 14. Juni in Luzern. (Bild: ida)

Am nationalen Frauenstreik zog es in Luzern Tausende auf die Strassen. Das Luzerner Frauenstreik-Komitee forderte mit einer Petition unter anderem einen ausführlichen Bericht zur Gleichstellungspolitik. Die zuständige Kommission unterstützt jetzt dieses Anliegen.

Die Strassen gehörten am 14. Juni den demonstrierenden Frauen. Tausende von Menschen setzten auch in Luzern ein Zeichen gegen Sexismus und Diskriminierung – und forderten die tatsächliche Gleichstellung zwischen Mann und Frau (zentralplus berichtete).

Vier Monate sind seither vergangen – die Forderungen bleiben (zentralplus berichtete). Nun sind die politischen Gremien des Kantons gefragt. Die Gleichstellung soll endlich vorangetrieben werden, verlangt das Komitee. Dieses reichte einen Monat nach dem Frauenstreik eine Petition ein. Die Initiantinnen fordern den Regierungsrat auf, die tatsächliche Gleichstellung ins Legislaturprogramm aufzunehmen. Die breit diskutierten Anliegen des Streiks sollen zum politischen Alltag werden.

Zudem soll ein ausführlicher Planungsbericht über die kantonale Gleichstellungspolitik vorgelegt werden. In diesem sollen bestehende und bereits geplante Massnahmen aufgeführt werden (zentralplus berichtete).

Stellungnahmen gefordert

Das Komitee führte zahlreiche Fragen auf. Sie wollen Stellungnahmen zu Fragen, wie Frauen unterstützt werden, die vermuten, von Lohndiskriminierung betroffen zu sein. Aber auch darüber, wie der Kanton Sexismus und sexuelle Belästigung verhindern will.

Die Petitionärinnen wollen wissen, wie Väter, die Teilzeit arbeiten, vom Kanton unterstützt werden und welche Massnahmen getroffen werden, damit sich Kinder auf allen Bildungsstufen mit Geschlechterrollen und Stereotypen auseinandersetzen. Auch häusliche Gewalt wird thematisiert. So etwa auch die Frage, wie der Kanton präventiv vor häuslicher Gewalt schützen will und wie er bei Vorkommnissen adäquat eingreife.

Kommission stimmt Anliegen zu

Die Geschäftsleitung des Kantonsrates hatte die Petition zur Prüfung und Berichterstattung an die zuständige Kommission Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit überwiesen. Diese stimmt dem Anliegen zu, einen Bericht über die kantonale Gleichstellungspolitik zu verfassen. Zudem will sie Anfang November eine Kommissionsmotion zum Thema Gleichstellung erarbeiten.

Nun liegt der Ball beim Kantonsrat. Dieser kann entscheiden, ob er eine Stellungnahme machen will oder nicht.

Mitte Juli reichte das Komitee seine Petition vor dem Regierungsgebäude ein. (Bild: zvg)
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