Politik
Zwischen Bern und Luzern

Kommission fordert Halbstundentakt bei der Bahn

Derzeit verkehrt der direkte Interregio einmal pro Stunde zwischen Bern und Luzern. (Bild: bic)

Die Kommission Verkehr und Bau (VBK) des Luzerner Kantonsrates hat den öV-Bericht für die Jahre 2023 bis 2026 zustimmend zur Kenntnis genommen. Sie fordert jedoch einen Halbstundentakt zwischen Bern und Luzern.

Der neuste öV-Bericht zeigt die kantonale Strategie für den öffentlichen Verkehr (öV) und die Massnahmen bis ins Jahr 2026. Die Kommission Verkehr und Bau (VBK) des Luzerner Kantonsrates stimmt dem Bericht grossmehrheitlich zu. Zudem bringt sie 17 Bemerkungen an, die der Kantonsrat bei seiner Besprechung des Berichts am 30. Januar zu diskutieren hat.

Die Regierung startete mit ambitionierten Ideen in die Erstellung des öV-Bericht 2023 bis 2026, musste aber im Laufe der Vernehmlassung letzten Winter an einigen Stellen die Ziele abschwächen (zentralplus berichtete). Der Verkehrsverbund Luzern hat den Bericht im Auftrag des Regierungsrates
erarbeitet.

Kommission fordert Halbstundentakt nach Bern

Die Kommission merkt unter anderem Folgendes an: Fahrpreise sollen nicht erhöht werden, die Erstellung von Bus-Hubs muss durch passende Infrastruktur ergänzt werden (bei St. Urban soll gar ein Anschluss nach Bern geprüft werden) und WC-Anlagen müssen bei allen grösseren Haltestellen obligatorisch sein.

Besonders bemerkenswert ist die Forderung, der Kanton solle sich für einen Halbstundentakt zwischen Bern und Luzern einsetzen. Zurzeit verkehren direkte Interregio-Züge einmal pro Stunde von der Hauptstadt in die Innerschweiz und zurück.

Erstmal bleibt der Stundentakt

Doch im Bericht heisst es, Luzerner müssten kurz- und mittelfristig «mit dem bestehenden Angebot auskommen». Unter anderem auch mit dem Stundentakt nach Bern oder Basel. Der Handlungsspielraum sei zu klein.

Eine Erhöhung der Kapazitäten liesse sich derzeit lediglich durch «durch neues Rollmaterial oder zusätzliche Züge» realisieren. Wie etwa im Korridor Luzern–Olten, auf dem künftig möglicherweise Doppelstockzüge fahren.

Erst mit dem Durchgangsbahnhof Luzern (DLG) wird der nationale Fernverkehr von und nach Luzern weiter ausgebaut. Die Idee? Die Agglomerations- und Regionalzentren sollen mindestens im 30-Minuten-Takt angeschlossen sein. Auf nachfragestarken Verbindungen, teils im 15-Minuten-Takt.

Doch wann die Bauarbeiten am DLG beginnen, ist unklar. Bundespolitiker befürchten unterdes gar das Aus des Mega-Projekts (zentralplus berichtete).

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