150 Millionen für die Medien

Gerhard Pfister will einen zweiten öffentlichen TV-Sender

Gerhard Pfister orientiert sich am deutschen ARD und ZDF. Zwei öffentliche Sender bieten mehr Vielfalt, meint der Mitte-Politiker. (Bild: wia)

Mitte-Präsident Gerhard Pfister tritt in den Medien vor und spricht über einen zweiten öffentlichen Schweizer TV-Sender. Am Freitag will er in Bern ein Postulat einreichen.

Mitte-Präsident Gerhard Pfister will die Medienlandschaft vielfältiger machen. Er schlägt daher neben dem SRF einen zweiten öffentlich finanzierten TV-Sender vor, wie «CH Media» am Donnerstagmorgen berichtet. Der Sender solle sich lediglich auf Informationen beschränken und in deutscher, französischer und italienischer Sprache verfügbar sein. Auch ein angeschlossener Radiosender sei denkbar.

Der geplante Sender soll mit 150 Millionen Franken aus dem Gebührentopf finanziert werden. Dafür müsste der Bundesrat eine zweite Konzession ausschreiben, private Anbieter könnten sich dann bewerben. «Dass 150 Millionen ausreichen, entspricht einer groben Schätzung. Hier braucht es sicher noch genauere Abklärungen», teilt Pfister mit.

Um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, wird er am Freitag ein Postulat einreichen. Der Vorstoss verlangt vom Bundesrat einen Bericht. Die Kernfrage: Wo liegen die Chancen und die Risiken einer zweiten Konzession für einen nationalen Informationssender?

Der Mitte-Politiker stellt sich mit seinem Vorschlag gegen die 200-Franken-Initiative der SVP. Die Bürgerlichen hatten vorgeschlagen, die Haushaltsabgabe von 335 Franken pro Jahr zu senken. Momentan werden noch Unterschriften gesammelt.

Verwendete Quellen
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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