Test gescheitert

Emmer Einwohnerrat stellt Livestream wieder ein

Die Sitzungen des Emmer Einwohnerrats werden nicht länger übertragen. (Bild: Gemeinde Emmen)

Interessierte Emmerinnen konnten im März und Mai die Einwohnerratssitzungen live mitschauen. Doch wie die Gemeinde schreibt, stellt sie die Livestreams wieder ein. Die geringe Nachfrage rechtfertige die hohen Kosten nicht.

Ab der neuen Legislatur 2024/28 können Emmer die Sitzungen des Einwohnerrats nicht mehr live mitverfolgen. Das teilt die Gemeinde am Dienstag mit. Im Rahmen eines überwiesenen Postulats hat Emmen die Sitzungen im März und Mai 2024 testweise live übertragen (zentralplus berichtete). So sollte die Emmer Politik modernisierter und transparenter werden. Dies zusätzlich zu den bereits existierenden Audio-Aufnahmen der jeweiligen Sessionen.

Doch die nun vorliegenden Testergebnisse erteilen dem Angebot keine guten Noten. «Die Kosten für den Streamingdienst sind vergleichsweise hoch, während das Interesse an einer Liveübertragung eher gering ist», so das Fazit der Gemeinde. Nachträglich haben Interessierte das Video der Ratsdebatte rund 400-mal aufgerufen. Also knapp mehr als 1 Prozent der Bevölkerung. Für die Gemeinde zu wenig.

Der inzwischen ehemalige Einwohnerrat Paul Jäger (parteilos) schlug vor, stattdessen mit dem Handy zu filmen, um den Aufwand in Grenzen zu halten. Wegen der schlechten Qualität erwies sich das jedoch als «nicht praktikabel», so die Gemeinde. Sämtliche Fraktionen haben sich aufgrund dieser Ausgangslage gegen die Weiterführung der Livestreams ausgesprochen. Das Audio-Protokoll werde jedoch weiterhin angeboten.

Verwendete Quellen
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