Politik

ALG sieht sich bestätigt
Dutzende Oligarchen haben gemäss Bericht einen Zug-Bezug

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Vertreter der linken Zuger Parteien kritisieren den putin-nahen Rohstoffhandel in Zug. (Bild: wia)

Mehr als ein Dutzend russische hätten persönliche oder geschäftliche Verbindungen zu Zug: Das legt einer Recherche der NGO Public Eye nahe. Das ruft die Fraktion der Alternativen-die Grünen auf den Plan.

Der stand sehr rasch im Rampenlicht, als es um die Sanktionen gegen russische Firmen und ging. Bis vor kurzem gab es aber kaum offiziell bestätigte Verbindungen, zumal der Kanton aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen nicht zu einzelnen Personen Auskunft gibt (zentralplus berichtete).

Jetzt rückt die NGO Public Eye den Standort Zug erneut in den Fokus. Sie hat in einem Bericht die Beziehungen von 32 wichtigen Oligarchen in der Schweiz untersucht. 17 von ihnen wird ein Bezug zum Kanton Zug attestiert. Dazu gehören zum Beispiel Viktor Vekselberg, der in Zug wohnt, oder Andrei Melnitschenko und Gennadi Timtschenko, die gemäss Bericht in Zug Firmen besitzen.

ALG-Kantonsrat Luzian Franzini macht auf Twitter Druck:

Angesichts dessen kritisiert die Alternative-die Grünen die jüngsten Entscheide des Kantonsrates. Dieser sprach sich vergangene Woche gegen eine neue Taskforce aus, die sich um die Umsetzung der Sanktionen kümmert. Ebenso scheiterte der ALG-Vorschlag, dass der Kanton Zug die Steuererträge von Firmen und Personen mit Verbindungen zum russischen Staat oder Putin für humanitäre Hilfe in der Ukraine einsetzt (zentralplus berichtete).

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11 Kommentare
  1. Pedro Habermacher, 10.05.2022, 09:08 Uhr

    Was ist eigentlich mit den ukrainischen Oligarchen? Sind deren Milliarden auch beschlagnahmt worden? Schliesslich haben die ja auch ihr Volk bestohlen. Hat diese NGO auch untersucht, ob die UA-Oligarchen einen Bezug zu Zug haben? Ach ja, solche gibts ja gar nicht … mehr.

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    1. Thomas Süssli, 10.05.2022, 09:33 Uhr

      Wie sonst soll die von den Russen zerschossene Ukraine wieder aufgebaut werden, wenn nicht mit den Geldern der kremlnahen Opportunisten und dem russischen Staatsvermögen? Sie können ja schon mal Spenden sammeln gehen, aber ich bezweifle, dass so mehrere hundert Milliarden zusammenkommen werden.

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    2. Peter Bitterli, 10.05.2022, 12:26 Uhr

      Dafür soll dann beschlagnahmtes russisches Geld als „Hilfe“ in die Ukraine überwiesen werden. Alle wissen, dass das zu 70% bei den lokalen Oligarchen landet. Umverteilung also.

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      1. Daniela Uebersax, 10.05.2022, 12:56 Uhr

        Haben Sie eine bessere Idee, wie man das Land nach dem russischen Vernichtungskrieg wieder aufbauen kann?

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      2. Peter Bitterli, 10.05.2022, 16:19 Uhr

        Schaun wir dann, Frau Übersax, wie vernichtend der Vernichtungskrieg auf die gesamte Staatsfläche bezogen wirklich war.
        Im übrigen: Ja! Die ukrainischen Oligarchen können den Aufbau bezahlen. Sie haben ja wirklich gemacht, was die Linken immer monieren, nämlich dem „Volk“ das Geld gestohlen.

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      3. Luzerner Kulturschaffender, 10.05.2022, 16:36 Uhr

        Es mag ja bewunderswert sein, Peter Bitterli, wie Sie sich seit Jahren immer wieder für Russland einsetzen. Doch denken Sie nicht, es wäre Zeit für etwas Selbstreflexion? Ukrainer dafür zahlen lassen, wenn Russen völkerrechtswidrig deren souveränes Land dem Erdboden gleich machen? Ein solch kruder Gedankenzirkel wird ja kaum Ihr Ernst sein.

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      4. Peter Bitterli, 10.05.2022, 17:35 Uhr

        Ach, Sie lieber anonymer „Luzerner Kulturschaffender“, gewiss ist gerade wieder eine Zeit angebrochen, wo diejenigen, die nie etwas genau gewusst haben, es immer schon gesagt haben.
        Was uns zu der Frage bringt, woher Sie zu wissen glauben, was meine Überlegungen sind im Zusammenhang mit dem [Achtung, moralisches Rampensingen:] durch nichts zu rechtfertigenden brutalen russischen Angriff auf eine unschuldige Zivilbevölkerung und ihren Staat und zwar aus Hass und historischem Ehrgeiz, fälschlicherweise gerechtfertigt durch Schutz der eigenen Nationalität, was selbst bei Zutreffen die Sache nicht besser machen würde. Bei Ihnen, lieber Kulturschaffender, lese ich im Übrigen bislang keine solch klaren Sätze, was mich dazu bringt, von Ihnen Einiges an Selbstreflexion und vielleicht sogar Entschuldigung und Reue einzufordern. Wieweit meine Selbstreflexion geht oder nicht, inwieweit sie in aktueller Sache überhaupt notwendig wäre im von Ihnen implizierten Sinn eines Umdenkens, können Sie dagegen gar nicht beurteilen.
        Ich befinde mich hier in einer Art Gespräch über die Beschlagnahmung sogenannter russischer „Oligarchengelder“, eine Forderung, deren Realisierung zum Glück in einem Rechtsstaat nicht von den Losungen der Zuger Linken abhängt. Vorschläge, breit reflektierte gar, habe ich keine gemacht. Sie können keinen Positionsbezug meinerseits herauslesen aus dem Versuch, da oder dort eine Differenzierung zu versuchen. Sie können keinen Positionsbezug meinerseits herauslesen aus der Tatsache, dass ich eine europäische Kulturnation auch als solche wahrzunehmen versuche, wenn sie schwer zu orten ist, ein Kulturraum übrigens, zu dem die Ukraine so selbstverständlich dazugehört wie die Deutschschweiz zum deutschen. Kein „kruder Gedankenzirkel“ von daher. Sie dürfen gerne einen Positionsbezug aus meiner obigen Einschätzung des Überfalls und Krieges herauslesen. Aber das ist ja so etwas von banal und selbstverständlich.
        Ich nehme jetzt einmal zuversichtlich an, lieber anonymer Luzerner Kulturschaffender, dass Sie nicht zu den Tschajkowskij-, Tolstoj- und Malevich-Canclern gehören. Also, lassen wir die Kirche im Dorf. Es muss ja nachher weitergehen. Nachher, wenn Dinge wieder theatisiert werden dürfen, die im Moment tatsächlich nur zu den gängigen Kurzschlüssen führen würden.

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  2. Peter Bitterli, 09.05.2022, 22:37 Uhr

    Übrigens:
    Sämtliche vermögenden Personen, denen die Zuger Linke in den letzten Jahrzehnten ans Bein ge-treten hat, von Marc Rich bis Viktor Vekselberg, haben etwas gemeinsam, nämlich den Glauben. Aber die Zuger Linke hat gar nicht das Gefühl, dass pauschale Kritik, Schnüffelei und ordinäre Forderungen deswegen ein Geschmäcklein haben könnten.

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    1. Cory Gunz, 10.05.2022, 08:52 Uhr

      Man ignoriere die Fakren (russische Oligarchen) und suche stattdessen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner dieser Gruppe. Nun unterstelle man dies als Argument und fertig ist eine neue Verschwörungstheorie. Gratuliere, das haben Sie ja perfekt gemacht. Fragt sich nur, alle so getreulich die Fakten ignorieren können wie Sie.

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  3. Richard Scholl, 09.05.2022, 18:43 Uhr

    Ja, Sippenhaft ist unseren politisch korrekten Rechthabern unbekannt, darum fordern sie diese. Allein, wir haben immer noch einen Rechtsstaat, der dies nicht in Betracht ziehen muss..

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    1. Stefan Ernst, 09.05.2022, 20:35 Uhr

      Wir haben vielleicht einen Rechtsstaat, Russland hat aber keinen. Das Geld wurde dem russischen Volk gestohlen und wir tun so, als würde uns das alles nichts angehen. Schöne schweizer Scheinwelt.

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