Politik

Bürgerlicher Schlagabtausch zur Medienförderung
«Die plötzliche Angst vor Staatsmedien ist erstaunlich»

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Beide im Ständerat, beide bürgerlich, aber in Sachen Medienförderung unterschiedlicher Ansicht: Matthias Michel und Andrea Gmür-Schönenberger. (Bild: ewi)

Die Luzerner Ständerätin Andrea Gmür sieht im Medienpaket eine befristete Unterstützung für Medienhäuser im digitalen Umbruch. Der Zuger Ständerat Matthias Michel (FDP) befürchtet einen Dammbruch, wenn künftig Onlinemedien vom Staat unterstützt werden. Ein Streitgespräch zur bevorstehenden Abstimmung.

zentralplus: Haben Sie heute Morgen die Zeitung gelesen?

Andrea Gmür: Ja.

Matthias Michel: Ja, kurz durchgeblättert.

zentralplus: Auf Papier oder online?

Michel: Ich bin hybrid unterwegs. Klassische Zeitungen lese ich gern gedruckt, Aktuelles eher online.  

Gmür: Ich lese nur noch online. Das hat den Vorteil, dass man weniger Altpapier entsorgen muss. Und die Zeitung so früh am Morgen lesen kann, wie es auf Papier nie möglich ist.

Michel: Das zeigt bereits: Es braucht gar keine Frühzustellung (schmunzelt).

Gmür: Wegen mir nicht, aber mehr als die Hälfte der Leser bevorzugen noch immer Papier. Auf dem Dietschiberg zum Beispiel kommt die Sonntagszeitung erst am Montagnachmittag – dann ist sie bereits Schnee von gestern. Die Frühzustellung hat also eine wesentliche Bedeutung. Auch für die kleineren und mittleren Verlage.

Michel: Aber gerade die Lokalblätter – zum Beispiel die «Zuger Woche» – brillieren nicht durch die Schnelle, sondern die Nähe zu den Lesern und ihren Themen.

«Einheitsbrei schwächt unsere Demokratie.»

Andrea Gmür, Mitte-Ständerätin Luzern

zentralplus: Bevor wir in die Details zur Abstimmung über die Medienförderung gehen: Wie steht es denn um die Medienvielfalt in der Zentralschweiz?

Gmür: In den letzten Jahren sind unzählige Blätter aus dem Medienwald verschwunden. Wir hatten das «Vaterland», wir hatten die LNN, wir hatten das «Luzerner Tagblatt». Heute müssen wir froh sein, haben wir überhaupt noch die «Luzerner Zeitung». Klar, manchmal nerven mich die Journalisten auch (lacht). Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass nicht nur der Meier über einen Entscheid schreibt, sondern auch der Müller – damit es mehrere Perspektiven gibt. Einheitsbrei schwächt unsere Demokratie.

Michel: Es stimmt, dass etliche Titel eingegangen sind. Aber noch viel stärker gesunken ist die Gesamtauflage. Wenn die Nachfrage derart stark einbricht, ist es nur logisch, dass eine Strukturbereinigung stattfindet. Wenn ich mich aber in der Zentralschweiz umschaue, ist die Vielfalt immer noch erstaunlich gross.

zentralplus: Aber viele Sender und Blätter gehören denselben, wenigen Grosskonzernen an. Der Kommentar in der «Luzerner Zeitung» ist also oft auch im «St. Galler Tagblatt» und der «Aargauer Zeitung» zu lesen. Reicht das?

Michel: Wenn man vom Zeitungssterben spricht, blickt man immer nur auf die gedruckten Titel. Im Onlinebereich sind gleichzeitig schweizweit zwischen 80 und 110 neue Angebote entstanden, von Portalen der Fachpresse bis zu Lokalmedien. Der Markt bewegt sich. Nachdem es in Zug nur noch eine Zeitung gab, half ich als junger Kantonsrat damals mit, gemeinsam mit den Linken die «Zuger Presse» zu gründen. Wir liberalen Kräfte wollten Wettbewerb, die linken Kräfte eine regierungskritische Stimme – zehn Jahre lang gab es die Zeitung.

Gmür: Da würde mich jetzt interessieren: Wie habt ihr das finanziert und wieso ist das Projekt wieder eingegangen? Denn es braucht unglaublich viel, um eine Zeitung mit einer schwarzen Null zu führen.

Michel: Klar, auch uns zwangen ökonomische Gründe zum Aufgeben. Unsere zwei Geldgeber waren irgendwann nicht mehr bereit, das Projekt weiter zu finanzieren. Aber uns wäre es nie in den Sinn gekommen, uns nur schon Gedanken über einen staatlichen Zustupf zu machen.

Andrea Gmuer_Staenderaetin Luzern Mitte_Jan 22
Andrea Gmür.

zentralplus: Ist es besser, wenn private Geldgeber die finanzieren statt der Staat?

Gmür: Mir ist lieber, wenn der Bund einen Zuschuss leistet, als wenn Medien von potenten Geldgebern im Hintergrund abhängig sind. Egal, ob das linke oder rechte Sponsoren sind: Es ist da viel Intransparenz im Spiel.

Michel: In der Regel kennt man die privaten Mäzene, die einen Verlag übernehmen. Wenn jemand behauptet, es sei per se besser, wenn der Staat etwas finanziert, wird mir unwohl. Der Staat ist zudem über die SRG schon sehr stark im Medienbereich tätig. Ich habe Mühe, wenn er darüber hinaus noch private Medien subventioniert.

Gmür: Die indirekte Presseförderung haben wir in der Schweiz seit 1849. Sogar die Kritiker des jetzigen Medienpakets, wie die «Weltwoche», haben die Unterstützung bisher sehr gern angenommen. Und nie hatte jemand das Gefühl, dieses Blatt wäre wahnsinnig staatsgläubig. Dass man nun plötzlich Angst vor Staatsmedien hat, ist schon erstaunlich.

«Klar sitzt da kein Beamter in der Redaktion und diktiert, was zu schreiben ist.»

Matthias Michel, FDP-Ständerat Zug

Michel: Ja, die indirekte Presseförderung hat eine lange Tradition. Und wegen ihr gäbe es dieses Referendum wohl kaum. Für mich ist das Medienpaket eine Art Zwitter. Obwohl die Digitalisierung unaufhaltsam voranschreitet, investieren wir in Zukunft viel mehr in das alte Modell der klassischen Printmedien. Gleichzeitig fördert man erstmals direkt Onlinemedien. Das ist ein Dammbruch.

zentralplus: Andere Lokalmedien, wie etwa «Tele 1», erhalten bereits heute direkte Unterstützung (zentralplus berichtete). Und da spricht niemand von Staatsmedien. Ist das wirklich ein Paradigmenwechsel?

Michel: «Tele 1» erhält Geld aus dem Radio- und Fernsehtopf. Das sind nicht Steuergelder, sondern Abgaben an konzessionierte Radio- und TV-Anbieter. Neu will man die Betriebskosten von Onlinemedien direkt über Steuergelder finanzieren. Das ist für mich der Paradigmenwechsel, weg von der indirekten Presseförderung.

Gmür: Warum Staatsmedien? Egal, ob «WOZ» oder «Nebelspalter», die inhaltliche Ausrichtung hat keinen Einfluss auf die Frage, wer oder was gefördert wird. Die Onlineförderung macht 30 der 150 Millionen in diesem Paket aus – das ist also nur ein kleiner Teil. Die Gegner sprechen jetzt trotzdem immer davon, die Medien würden abhängig. Da würde mich schon interessieren, wer da wie bei wem Einfluss nehmen könnte?

Michel: Klar sitzt da kein Beamter in der Redaktion und diktiert, was zu schreiben ist. Aber wenn ihr Lohn teilweise vom Staat finanziert wird – gemäss Vorlage bis zu 60 Prozent –, entsteht auf lange Sicht eine Abhängigkeit. Zudem geht es offensichtlich nicht um die Medienvielfalt, sonst würde man Gratiszeitungen nicht von der Förderung ausschliessen.

«Die digitale Transformation ist ein Fakt, doch die gibt es nicht gratis.»

Andrea Gmür

zentralplus: Geld erhalten – bei einem Ja bei der Abstimmung zur Medienförderung – nur Angebote, die durch Abos oder Spenden von der Leserschaft finanziert werden. Schreibt der Staat den Medien das Businessmodell vor?

Gmür: Diese Frage ist intensiv diskutiert worden. Ich habe nichts gegen Gratiszeitungen, aber sie liefern nun mal seltener fundierte Recherchen. Und wenn der Konsument nicht bereit ist, dafür einen Beitrag zu leisten, sind sie es offenbar nicht wert. Wir müssen journalistische, publizistische Leistungen ermöglichen. Schlussendlich ist es ein liberaler Ansatz: Der Markt entscheidet.

Michel: Wenn wir die Zeitungen verbilligen, machen wir den Konsumenten ja gerade vor, journalistische Leistung koste nichts. Und da liegt ein weiteres Problem. Die Zahlungsbereitschaft ist bei Onlinemedien erschreckend tief. Wir müssen die Wertehaltung entwickeln, dass guter Journalismus einen Preis hat. Es kann aber nicht sein, dass der Staat die Rolle der Konsumenten übernimmt.

Gmür: Einerseits kritisierst du, dass die Medienförderung zu stark am alten Modell hängt, andererseits kritisierst du die Onlineförderung. Das ist doch widersprüchlich. Die digitale Transformation ist ein Fakt, doch die gibt es nicht gratis. Wir ermöglichen den Medien, insbesondere mittleren und kleinen, trotz stark gesunkener Werbeeinnahmen in diesen Wandel zu investieren. Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe, befristet auf sieben Jahre.

Michel: Ich frage mich einfach: Warum sollten die Medien nach sieben Jahren plötzlich besser da stehen und die Subventionen nicht mehr brauchen? Mit dem Ausbau der Posttaxenverbilligung und der neuen Subventionierung der Frühzustellung haben sie keinen Anreiz, die Transformation einzuleiten. Sie erhalten ja keine Investitionsbeiträge, sondern eine Entlastung ihrer Betriebskosten. Wenn wir Ja sagen, sind dereinst die sieben fetten Jahre vorbei und es heisst wieder: Wir können die Medien doch nicht sterben lassen.

Matthias Michel.

zentralplus: Dann lieber ein schneller Tod?

Michel: Der Strukturwandel ist unbestritten, aber daran trägt nicht der Staat die Schuld. Nicht er lässt die Zeitungen sterben, sondern die Konsumenten orientieren sich anders. Der Staat soll meiner Ansicht nach nur eingreifen, wo der Markt versagt. Das vorliegende Paket überzeugt diesbezüglich nicht. Lehnen wir es ab, bereiten wir den Weg für eine bessere Lösung.

Gmür: Das Medienpaket ist ein hart erarbeiteter, politischer Kompromiss, der ein Ja verdient. Denn es kann nicht sein, dass sich immer mehr Menschen nur über Google und Facebook informieren. Wir haben mit der befristeten Überbrückungshilfe Zeit, ein Leistungsschutzrecht im Rahmen des Urheberrechts einzuführen, sodass Facebook und Google künftig nicht mehr einfach von fremder journalistischer Leistung profitieren und diese als ihre eigene «verkaufen» können. In der Schweiz haben wir zudem vier Landessprachen, der Markt ist entsprechend klein, doch genau diese Vielfalt sollte uns etwas wert sein. Und seien wir ehrlich: Auch bei der AHV-Abstimmung im Jahr 2017 hiess es, man solle sie ablehnen, damit ein besserer Vorschlag erarbeitet wird – und wie viele Jahre sind nun vergangen? Es ist illusorisch zu denken, am nächsten Tag läge eine bessere Variante vor.

«Ich bin explizit nur im Parlamentarierkomitee und nicht im Gegnerkomitee, in dem der umstrittene Journalist Philipp Gut als Geschäftsführer amtet.»

Matthias Michel

zentralplus: Angenommen die Medienförderung scheitert bei der Abstimmung. Wie sähe denn eine bessere Lösung aus?

Michel: Viele Teile sind ja unbestritten, die kann man rasch umsetzen. Etwa die indirekte Presseförderung im bisherigen Umfang oder die Beiträge an Ausbildungen und Nachrichtenagenturen. Im Onlinebereich bin ich dafür, dass wir die Rahmenbedingungen stärken. Zum Beispiel als Beiträge in die digitale Infrastruktur der Medienhäuser.

Gmür: Genau das ist mit dem jetzigen Paket möglich! Die Medienhäuser erhalten Geld, um im digitalen Bereich zu investieren. Und das mit einem liberalen Ansatz: Der Bund schreibt ihnen nicht vor, wie sie das Geld investieren müssen – das bleibt ihr unternehmerischer Entscheid. Die Zeitungen können nichts dafür, dass die Werbeeinnahmen so stark eingebrochen sind. Die Pandemie hat das noch verstärkt. Wenn ein Medienpaket zum richtigen Zeitpunkt kommt, dann ganz sicher jetzt.

zentralplus: In der Mitte sind die Meinungen allerdings gespalten, in Zug hat die Partei die Nein-Parole gefasst, in Luzern die Ja-Parole. Wieso ist man sich nicht einig?

Gmür: Das ist auch bei der FDP so. Die FDP Zug sagt Nein, die FDP Uri hat Ja gesagt. Zudem gibt es auch in den Reihen der FDP und SVP namhafte Leute, die das Medienpaket unterstützen.

zentralplus: Matthias Michel, die FDP hat im Parlament mitgeholfen, die indirekte Presseförderung stark auszubauen. Jetzt lässt sie das Paket fallen.

Michel: Das ist der normale Gang der Dinge in der Detailberatung. Am Ende muss man schauen, ob das grosse Ganze stimmt. Und da sind wir zum Schluss gekommen: Nein, es stimmt nicht.

zentralplus: Auch Corona-Skeptiker und teilweise dubiose Kreise machen gegen die Medienförderung mobil. Ist Ihnen da nicht unwohl? 

Michel: Man muss aufpassen, mit wem man sich zusammentut. Ich bin explizit nur im Parlamentarierkomitee und nicht im Gegnerkomitee, in dem der umstrittene Journalist Philipp Gut als Geschäftsführer amtet. Er überschritt aus meiner Sicht in anderem Zusammenhang die Regeln des Anstandes in der politischen Diskussion, die hochzuhalten sind.

Zu den Personen

Andrea Gmür-Schönenberger ist seit 2019 für den Kanton Luzern im Ständerat. Zuvor war die Mitte-Politikerin vier Jahre lang im Nationalrat. Die 57-Jährige engagiert sich im Komitee für die Medienförderung, über die am 13. Februar abgestimmt wird.

Matthias Michel ist ebenfalls seit 2019 im Ständerat, wo er den Kanton Zug vertritt. Der FDP-Politiker war zuvor von 2003 bis 2018 Regierungsrat. Der 58-Jährige ist im Nein-Komitee aus bürgerlichen Parlamentariern, die gegen das neue Mediengesetz kämpfen.

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12 Kommentare
  1. Hans Peter Roth, 24.01.2022, 16:07 Uhr

    Die Online-Zeitung REPUBLIK hat bei ihren zahlreichen HerausgeberInnen eine Umfrage zur Parolenfassung betreffend Pressegesetz gemacht. Eine überwiegende Anzahl antwortete mit einem JA, welches sich beim genauen Betrachten als JA ABER herausstellte. Das ABER galt der stark kritisierten Unterstützung der grossen Medienkonzerne, welche genügend Gewinn erzielen, um damit auch ihre Aktionäre beglücken zu können. Es ist schade, dass nicht eine 3-Varianten-Abstimmung vorliegt, wo es neben Ja, Nein auch die Variante «Presseförderung nur für die kleinen Verlage» gegeben hätte. Eine ähnliche Idee hatte bereits der Bundesrat vorgeschlagen, aber im Parlament wurde es von der bürgerlichen Mehrheit in die aktuelle Vorlage umgewandelt, welche auch den grossen Medienkonzernen und ihren Aktionären noch einige Milliönchen hinterher wirft. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es bei dieser Abstimmung in erster Linie um das Schicksal der kleinen autonomen Medien geht, die nicht auf Rosen gebettet sind und häufig am Rande des finanziellen Abgrunds ihre wertvolle journalistische Arbeit verrichten. Meine Parole heisst deshalb auch JA (ABER). Ich ärgere mich darüber, dass etliche rechtsbürgerliche ParlamentarierInnen zuerst die Vorlage des Bundesrats zugunsten der grossen Medienkonzerne manipuliert haben, um jetzt mit den gleichen Argumenten zu einem NEIN aufzurufen. Dieses hinterlistige Taktieren zeigt, um was es ihnen wirklich geht: Das bürgerliche Meinungsmonopol, vertreten durch die grossen Medienkonzerne, soll nicht durch kleine autonome JournalistInnen kritisch hinterfragt und geschmälert werden. Mit der NEIN-Parole wollen rechtsbürgerliche und libertäre Kreise die Medienvielfalt, die für das Funktionieren einer Demokratie so wichtig ist, bewusst einschränken. Die grossen Medienkonzerne, aber auch die von anonymen Schattenmilliardären gesponserten Verlage, werden ein NEIN mit Schulterzucken wegstecken. Den kleinen hingegen droht das Aus. Wir können heute schon in andern Ländern mitverfolgen, wie sich eine mediale Einöde auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirkt.

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    1. Michel von der Schwand, 26.01.2022, 09:28 Uhr

      Vollkommen richtige Analyse. Der grosse Zusammenhang sehen leider die meisten Menschen nicht. Ich nenne es das Rupert-Murdoch-System. Ein Blick auf Rupert Murdoch würde den Nein-Sager aufzeigen, welchen politischen Einfluss solche Systeme haben (FOX-News, The Sun etc.).

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  2. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 23.01.2022, 21:19 Uhr

    Wieso soll ich mit meinen Steuergeldern den Milliardär Michael Ringier noch unterstützen? Sein Haus an der Bühlstrasse in Küssnacht, gleich unterhalb der Alten Landstrasse, sieht aus wie eine Festung mit einer hohen braunen Metall-Mauer um das ganze Anwesen herum. Auch die Familie Wanner von CH-Media braucht meinen hart verdienten Steuerfranken jetzt wirklich nicht. Gleich wie Pietro Supino von der TX Group. Das sind alles Milliardäre oder Multi- Multi-Millionäre denen ich gerne ihr Geld gönnen mag. Sie und ihre Väter und Grossväter haben hart dafür gearbeitet. Aber mit raren Steuergeldern braucht man diese Leute nicht zu unterstützen. Da gibt es viel verdientere Aufgaben, wie die Bekämpfung der grassierenden Altersarmut in der Schweiz.

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    1. Michel von der Schwand, 26.01.2022, 09:32 Uhr

      Schauen Sie sich das System Rupert Murdoch genau an. Vielleicht hilft dies bei der Meinungsbildung zur bedrohten Medienvielfalt in der Schweiz. Mir würde da Angst und Bange werden. Es geht nicht um die persönlichen Ansichten eines Rupert Murdoch. Es geht um den Einfluss resp. die aktive Beeinflussung eines Multi-Milliardär. Davon sind wir in der Schweiz Lichtjahre entfernt.

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  3. Remo, 23.01.2022, 15:28 Uhr

    Zeitung auf Papier ist meiner Meinung nach ein Auslaufmodell. Und jetzt will man die Frühzustellung noch subventionieren. Man sollte meinen wir hätte noch 1995.
    Mir wäre lieber wenn innovative Onlinemedien wie Zentralplus mehr Geld bekommen würden.
    Ringier, CH Media und TX Group brauchen kein Geld vom Staat.

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  4. Peter, 23.01.2022, 09:23 Uhr

    Dieses undurchdachte Mediengesetz kann man wirklich nur ablehnen

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  5. Adrian Venetz, 23.01.2022, 07:23 Uhr

    Schade, dass die Stimmbürger nicht für ein paar Tage auf den Lokalredaktionen von CH Media arbeiten können und das Medienhaus von innen kennenlernen. Sie würden sich vor Lachen krümmen und das Mediengesetz in Bausch und Bogen ablehnen.

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    1. Remo, 23.01.2022, 09:00 Uhr

      Und wieso? Ich muss dazu sagen, dass ich mein Abo der Luzerner Zeitung schon 2010 gekündigt habe.

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      1. Adrian Venetz, 23.01.2022, 09:36 Uhr

        Wieso? Weil CH Media mit einer Mischung aus Arroganz, Nachlässigkeit und Dummheit die Lokalberichterstattung voll in die – pardon – Scheisse geritten hat. Wenn dieses Medienhaus nun die hohle Hand macht, um für die darbenden Lokalredaktionen Staatsgelder einzukassieren, ist dies an Unverschämtheit nicht zu überbieten.

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      2. Remo, 23.01.2022, 15:25 Uhr

        Kann ich nachvollziehen und Sie als ehemaliger Mitarbeiter von CH Media wissen wovon Sie reden.
        Die grossen Verlage sollten kein Geld bekommen vom Staat meiner Meinung nach.

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    2. A. Kunz, 23.01.2022, 10:34 Uhr

      Das klingt nach viel Frust eines ehemaligen LZ Mitarbeiters.

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      1. Adrian Venetz, 23.01.2022, 10:50 Uhr

        Oh ja. Und hätten Sie dort erlebt, was ich erlebt habe, könnten Sie das nachvollziehen.

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