Neo-Nazi Treffen in Morgarten

Der SP reichts: Kanton Zug muss gegen Nazis vorgehen

Sonst ist Oberägeri bekannt für Villen und seine Lage am See. Doch das nahe Morgarten Denkmal zieht jährlich Neo-Nazis an. (Bild: Andreas Busslinger)

Das Morgarten Denkmal wird seit Jahren von Rechtsradikalen besucht – so auch letztes Wochenende. Die SP-Kantonsräte Ronahi Yener und Guido Suter wollen das ändern und reichen eine Interpellation ein.

Am vergangenen Wochenende kam es erneut zu einer Versammlung von Rechtsradikalen am Morgarten Denkmal in Oberägeri. Jetzt reicht es den Kantonsräten Ronahi Yener und Guido Suter (beide SP) und sie reichen bei der Sicherheitsdirektion eine Interpellation ein.

Mit dem Titel «Morgartendenkmal – Akzeptierter Sammelplatz für gefährliche, rechtsextreme Gruppierungen?» machen die Zuger Politiker direkt auf den Missstand aufmerksam. Das Verhalten der Zuger Behörden in den letzten Jahren habe gezeigt, dass weder Kanton noch Polizei Versuche unternimmt, die Neo-Nazi Treffen zu verhindern.

SP möchte, dass gegen Nazi Treffen vorgegangen wird

Wie zentralplus vor Kurzem berichtete, sehen die Zuger Polizei und der Kanton beim Morgartendenkmal keinen Handlungsbedarf (zentralplus berichtete). Die Treffen der Rechtsradikalen hätten in den letzten Jahren stets ohne Zwischenfälle stattgefunden. Eine Bewilligung sei nur notwendig, wenn der Zugang zum Denkmal erschwert wird. Das sei vorliegend nicht der Fall.

Die Interpellation soll Aufmerksamkeit für die Sache schaffen. Interpellant Guido Suter hofft, dass künftig irgendwie auf diese Treffen reagiert wird – und die Polizei die Rechtsradikalen nicht einfach gewähren lässt. Ronahi Yener schätzt die Chancen gut ein. «Laura Dittli, die ab dem 1. Januar 2023 Vorsteherin der Sicherheitsdirektion sein wird, ist selbst aus Oberägeri. Ich hoffe, dass sie zum Thema Stellung bezieht», äussert sie gegenüber «CH Media».

Hinweis: Das untere Zitat stammt von Ronahi Yener, nicht von Guido Suter.

Verwendete Quellen
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