Politik
Verkehrshaus Luzern fühlt sich gewappnet

Bundesrats-Apéro findet unter «speziellen Umständen» statt

Freut sich auf den Grossanlass im Verkehrshaus: Simon Müller, Marketingmitarbeiter des Verkehrshauses. (Bild: zvg)

Nächsten Mittwoch besucht der Bundesrat das Verkehrshaus, um die Luzerner Bevölkerung für einen Austausch zu treffen. Das Verkehrshaus freut sich über die Ehre und fühlt sich für den Grossanlass gewappnet.

Eine seltene Ehre: Der gesamte Bundesrat kommt in die Leuchtenstadt. Anlässlich der 15. «extra muros»-Sitzung tagt der Bundesrat am 13. Oktober in Luzern. Nach der Sitzung lädt der Luzerner Regierungsrat anschliessend die Bevölkerung dazu ein, die «höchsten Schweizer» bei einem Apéro kennenzulernen (zentralplus berichtete). Stattfinden soll das Ganze im Verkehrshaus. Wie die Anfrage von zentralplus zeigt, fühlt sich das nationale Verkehrsmuseum dadurch sehr geehrt.

«Das Verkehrshaus der Schweiz als nationales Museum ist als Standort sehr passend. Zudem haben wir viel Kapazität und sind gut erreichbar», freut sich Simon Müller, Marketingmitarbeiter des Verkehrshauses. Das sah wohl auch der Luzerner Regierungsrat bei der Standortsuche so. Man hätte nach einer «ungezwungenen und schönen Umgebung» gesucht, so Müller. Das Verkehrshaus erfülle diese Voraussetzungen.

Bisherige Event-Erfahrung zahlt sich aus

«Natürlich findet der diesjährige Bevölkerungsapéro in Hinsicht auf die Pandemie unter speziellen Umständen statt», räumt Müller ein. Das Verkehrshaus fühle sich jedoch für die logistischen Herausforderungen des Grossanlasses gewappnet. Zwar wisse man noch nicht, wie viele Luzerner denn letztlich kommen würden. «Wir sind aber auf verschiedene Szenarien vorbereitet und haben so die Möglichkeit, schnell zu reagieren und allenfalls aufzustocken», versichert Simon Müller.

Mit der Zertifikatskontrolle beispielsweise hätten sie während des regulären Betriebs schon viel Erfahrung sammeln können. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werde man zusätzlich bereits ab 11.30 Uhr mit einem frühzeitigen Einlass der Teilnehmerinnen beginnen. Auf die Frage, ob man aufgrund der Entwicklungen der letzten paar Wochen mit Protestaktionen oder Bundesratskritikern rechne, wollte das Verkehrshaus keine Angaben machen: Für alle Sicherheitsbelange sei die Kantons- und Bundespolizei zuständig.

Gemäss einer Recherche des «Blicks» beobachtet das Bundesamt für Polizei (fedpol) die momentane Entwicklung jedoch mit Sorge: «Die steigende Gewaltbereitschaft der Corona-Leugner-Szene beschäftigt uns stark», so Sprecher Florian Näf gegenüber der Zeitung. Im Zuge dessen wurden die Sicherheitsbemühungen deutlich erhöht: «In den letzten Monaten mussten die Schutzmassnahmen für einzelne Personen neu beurteilt und verstärkt werden.» Auf Anfrage von zentralplus wollten jedoch weder der Bund noch der Kanton Luzern Angaben zum Sicherheitskonzept des Apéros machen.

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