Politik
Über 300 Personen am Apéro

Bundesrat in Luzern: 60 Demonstranten blieben friedlich

Auf dem Transparent dieser Demonstrantin steht: «Fertig mit den Lügen». Bewilligt ist die Aktion nicht. (Bild: Elio Wildisen)

Der Bundesrat tauschte sich am Mittwoch mit der Luzerner Bevölkerung aus – über 300 Personen nahmen teil. Rund 60 Massnahmen-Kritiker ergriffen die Gelegenheit, um medienwirksam gegen die Zertifkatspflicht an dem Apéro zu demonstrieren. Eine Bewilligung hatten sie nicht eingeholt. Der Protest verlief aber friedlich.

Es sind verschiedene Gruppen von Massnahmen-Kritikerinnen, die sich vor dem Verkehrshaus in Luzern eingefunden haben. Direkt vor dem Eingang ist der Verein Mass-Voll mit rund 10 bis 15 Personen platziert, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Deren Co-Präsident Nicolas A. Rimoldi hatte angekündigt, Alain Berset bei der Gelegenheit zu einem Gespräch einzuladen. Die Teilnahme am Austausch lehnt er wegen der Zerifikatspflicht ab (zentralplus berichtete).

Derweil befindet sich auf der Lidowiese eine zweite Gruppe von rund 20 Personen. Dies mutmasslich, weil die Corona-Rebellen dort zu einer unbewilligten Kundgebung aufgerufen hatten (zentralplus berichtete). Die Leute vor Ort scheinen keine Transparente dabei zu haben und verhalten sich gemäss Augenzeugen friedlich. Im Vorfeld war in den einschlägigen Kanälen die Rede davon, faule Eier und Tomaten zu werfen. Darauf scheint man nun doch zu verzichten.

Weiter ist eine dritte Gruppe vor Ort, die Transparente dabei hat. Auf diesen stehen Parolen wie «Fertig mit den Lügen», «Lügen haben kurze Beine» oder «Alain Berset, können sie noch in den Spiegel schauen». Die Stadt hat angekündigt, die Teilnehmer der unbewilligten Kundgebung anzuzeigen.

Dass es zu keinen Zwischenfällen kam, bestätigt Polizeisprecher Christian Bertschi auf Anfrage von zentralplus. «Der Bundesratsbesuch in Luzern ist friedlich verlaufen», sagt er am frühen Nachmittag. Beim Verkehrshaus seien rund 60 Massnahmengegner rund um den «Rädelsführer» Nicolas A. Rimoldi vor Ort gewesen. «Diese mussten von einem Gittertor zur Seite gedrückt werden, um dem Konvoi des Bundesrats die Durchfahrt zu ermöglichen. Es mussten aber keine Mittel eingesetzt werden», so Bertschi. Es gab weder Wegweisungen noch sonst irgendwelche polizeilichen Massnahmen.

Alle Luzernerinnen waren vom Bundesrat zum Austausch eingeladen worden – auch die Massnahmen-Kritiker vor Ort. Voraussetzung wäre lediglich, dass sie sich vorgängig auf das Corona-Virus hätten testen lassen. Viele Luzerner haben das Angebot denn auch angenommen und wollen sich direkt mit der Regierung austauschen. Insgesamt waren über 300 Menschen am Apéro mit dem Bundesrat.

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