Session in Zug

Bossard Arena: Gemeinderat pocht auf öffentliche Eisfläche

Der Grosse Gemeinderat Zug wünscht sich für den Ausbau der Bossard Arena eine öffentlich zugängliche Eisfläche. (Bild: Andreas Busslinger)

Der Grosse Gemeinderat hat sich erneut mit dem Ausbau der Bossard Arena befasst. Am Bebauungsplan hat er nur wenige Änderungen vorgenommen. Unter anderem pocht er auf eine Eisfläche für die Bevölkerung.

Während der Ausbau des EVZ-Stadions in der Vergangenheit viel zu reden gegeben hatte, hatte der Grosse Gemeinderat Zug am Bebauungsplan nur wenig auszusetzen (zentralplus berichtete). Wie die Stadt Zug am Mittwoch mitteilt, hat der Grosse Gemeinderat am Donnerstag allen Anträgen der Bau- und Planungskommission (BPK) an der ersten Lesung der Vorlage zugestimmt.

Diese verlangte beispielsweise, dass der Bebauungsplan sicherstelle, dass für die Zugerinnen eine öffentliche Eisfläche zur Verfügung stehe. Teil des Bebauungsplans ist mit dem Hochhaus «Uptown» auch Wohnfläche. Für Wohnungen schreibt die BPK vor, dass Baubewilligungen für Wohnnutzungen nur erteilt würden, wenn diese zusätzlich eine Spielfläche bereitstellen. Eine weitere Auflage des Gemeinderats: Der EVZ soll prüfen, ob er an den Fassaden eigenen Strom produzieren könnte.

Trotzdem muss der Zuger Stadtrat noch einiges konkretisieren und nachbessern. So mahnte etwa die ALG, dass der Stadtrat den Ausbau des nahe gelegenen Fussballstadions in den Ausbauplänen zur Bossard Arena berücksichtigen solle. Zudem wies BPK-Präsident Richard Rüegg (Mitte) daraufhin, dass der Stadtrat für Kasse, Garderobe und öffentliche Eisfläche noch keine Flächen in den aktuellen Plänen ausweise, wie die «Zuger Zeitung» schreibt.

Jahresrechnung durchgewunken

Auch die Jahresrechnung war wenig umstritten. Der Stadtrat beantragte, das Plus von 71,7 Millionen Franken als Reserve auf die kumulierten Ergebnisse der Vorjahre zu buchen. Diesem Anliegen stimmte der Gemeinderat Zug mit 36 zu 0 Stimmen zu. Ein Antrag der ALG-CSP-Fraktion, 100'000 Franken Soforthilfe an die Opfer der Flutkatastrophe in der Ukraine zu spenden, wurde mit 23 zu 13 Stimmen abgelehnt. Ebenso chancenlos blieb ein Antrag der SP-Fraktion, die Hälfte des Gewinns in einen Fonds für aktive Land- und Immobilienpolitik für preisgünstigen Wohnraum zu legen.

Verwendete Quellen
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