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Planung für Luzerner «Filetstück» braucht mehr Zeit
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Der Verwaltungsrat der neuen AG (von links): Adrian Borgula, Stephan Marty, Erich Rüegg, Tanja Temel, Martin Buob. (Bild: zvg)

EWL Areal AG wurde gegründet Planung für Luzerner «Filetstück» braucht mehr Zeit

2 min Lesezeit 17.12.2018, 11:19 Uhr

Die Planung für die neue Überbauung auf dem EWL-Areal nehmen mehr Zeit in Anspruch als erwartet. Das Siegerprojekt wird erst nächsten Sommer präsentiert. Die Stadt Luzern, die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern und Energie Wasser Luzern haben derweil die EWL Areal AG gegründet.

Wie die neue Überbauung auf dem EWL-Areal in der Stadt Luzern aussehen wird, dürfte erst nächsten Sommer klar werden. Anders als ursprünglich geplant, wird das Siegerprojekt nicht bereits im Januar präsentiert, sondern rund ein halbes Jahr später. Die Verantwortlichen haben zwei Entwicklerteams beauftragt, ihre Projektvorschläge weiter auszuarbeiten, wie sie diesen Montag mitteilen.

Auf dem Areal soll eine neue Siedlung entstehen, die sowohl Wohnungen als auch ein Sicherheits- und Dienstleistungszentrum umfasst (zentralplus berichtete). Zurzeit läuft eine Gesamtleistungsstudie für die Überbauung. Im Frühling 2018 haben sich drei Entwicklerteams für die zweite Stufe qualifiziert. Aufgrund der Komplexität der funktionalen Abhängigkeiten und logistischen Abläufe der einzelnen Nutzergruppen werden nun das Team ARGE Halter AG / Eberli Sarnen AG (Projekt Rotpol) und das Team HRS Real Estate AG (Projekt Stadthof Luzern) ihre Vorschläge vertiefen. Entsprechend verzögert sich diese Phase.

Neue AG gegründet

Gleichzeitig haben die Stadt Luzern, die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL) und Energie Wasser Luzern (EWL) gemeinsam die EWL Areal AG gegründet. Das neue Unternehmen verantwortet die Planung, Realisierung und die Bewirtschaftung der künftigen Überbauung des Areals hinter dem EWL-Hauptsitz. Dass dafür eine AG gegründet wird, begründen die Beteiligten in einer Medienmitteilung am Montag mit mehreren Vorteilen. Das Modell stelle die Standortsicherung, die Eigentumsansprüche, das Mitspracherecht und die Erfüllung der unterschiedlichen Interessen der Beteiligten am Bauvorhaben sicher.

Das EWL-Areal soll in den nächsten Jahren überbaut werden.

Das EWL-Areal soll in den nächsten Jahren überbaut werden.

(Bild: jal)

Im Verwaltungsrat der neuen Aktiengesellschaft sitzen Rechtsanwalt und Dozent Erich Rüegg, Architektin Tanja Temel, Stadtrat Adrian Borgula, ABL-Geschäftsleiter Martin Buob und EWL-Chef Stephan Marty.

Investitionen von 200 Millionen Franken

Auf dem Areal beim Steghof soll für 200 Millionen Franken eine neue Überbauung entstehen. Zum einen sind gemeinnützige und Alters-Wohnungen geplant. Zum anderen sind Büros und Räume für Einheiten aus dem Sicherheitsbereich angedacht.  Nebst dem Hauptsitz von EWL werden auch städtische Dienststellen einziehen. Zudem werden die Feuerwehr, der Rettungsdienst des Kantonsspitals, der Zivilschutz sowie das Strasseninspektorat dort angesiedelt. Weiter soll auf dem Areal eine integrierte Leitstelle für die Luzerner Polizei, die Sanität und die Feuerwehr entstehen.

Weil es sich um ein zentrales Gebiet handelt, sprachen Politiker in der Vergangenheit von einem «Filetstück» der Luzerner Stadtentwicklung. Die FDP scheiterte allerdings mit der Forderung, dort mehr Platz für Firmen zu schaffen (zentralplus berichtete).

Teile des Areals, insbesondere das «Rote Haus», sollen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Bauprojekt wird voraussichtlich Mitte 2021 vorliegen, der Start der Ausführungsarbeiten ist zurzeit im Frühling 2022 vorgesehen.

Das EWL-Areal: Das Dreieck zwischen Geissensteinring, Industrie- und Fruttstrasse.

Das EWL-Areal: Das Dreieck zwischen Geissensteinring, Industrie- und Fruttstrasse.

(Bild: zvg)

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