Pilatus-Arena: Jetzt sind kreative Lösungen gefragt
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Luftaufnahme des Gebiets Mattenhof – hier soll die Halle mit Mantelnutzung und Wohnturm entstehen.  (Bild: zvg)  

Halle und Wohnturm in Kriens: 2019 wird gebaut Pilatus-Arena: Jetzt sind kreative Lösungen gefragt

2 min Lesezeit 29.11.2016, 17:23 Uhr

Die multifunktionelle Pilatus-Arena für 4000 Zuschauer in Kriens ist einen Schritt weiter: Anfang 2017 wird ein Studienauftrag lanciert, der mehr Klarheit schaffen soll. Läuft alles glatt, fahren 2019 die Bagger auf.

Die Studie soll zeigen, wie man auf dem relativ engen Areal die multifunktionale Sport- und Eventarena für 4000 Zuschauer samt Mantelnutzung sowie die zur Finanzierung notwendigen Wohnungen realisieren kann. In den letzten Wochen hätten intensive Gespräche zwischen den angrenzenden Gemeinden, Kanton und Bund sowie Sportorganisationen und Nachbarn stattgefunden, schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.

Der Studienauftrag startet im Januar 2017 mit der sogenannten Präqualifikation. Dabei können sich gemischte Teams mit Fachkompetenzen in den Bereichen Städtebau, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und Verkehrsplanung für den Wettbewerb qualifizieren. Das Schlussergebnis erwartet man spätestens Ende 2017. Danach soll der Bebauungsplan erarbeitet werden, der Spatenstich ist für 2019 geplant.

Städtebau wird hoch gewichtet

Die Teams nehmen das Areal städtebaulich unter die Lupe. «Sie machen Aussagen zu Volumen, Dichte, Realisierungsmöglichkeiten und Aussenraumgestaltung, aber auch zu Verkehr und Erschliessung» so die Mitteilung. Involviert sind Experten, Vertreter von Initianten und Investoren sowie der Gemeinden Horw, Kriens, Luzern sowie vom Kanton und dem Verkehrsverbund Luzern. 


«Das 
enge Areal und die Finanzierung der Halle durch Mantelnutzungen sind grosse Herausforderungen», erklärt Toni Bucher Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Arena. Man wolle den Teams deshalb möglichst freie Rahmendbedingungen vorgeben und dafür den Städtebau besonders hoch gewichten. Dadurch erhofft man sich laut Bucher «kreative Lösungen und hochstehende Ergebnisse».

Das Gebiet Mattenhof auf Krienser Boden.  (Bild: zvg)

Das Gebiet Mattenhof auf Krienser Boden.  (Bild: zvg)

Arena mit internationaler Ausstrahlung

Die Stadtluzerner Bevölkerung hatte im Februar 2016 an der Urne deutlich Ja gesagt zum Kaufrechtsvertrag. Realisiert wird die Arena im Raum Mattenhof in der Gemeinde Kriens auf einem Grundstück, das der Stadt Luzern gehört – deshalb die Abstimmung. Das Areal ist mit S-Bahn, Bus, Velo und Strasse erschlossen.

In den letzten Monaten seien die Arbeiten mit grossem Engagement weitergeführt worden, so die Verantwortlichen. Co-Investorinnen für das Projekt sind Helvetia Versicherungen und Eberli Sarnen. Mit der Pilatus-Arena will man eine moderne Sport- und Eventarena mit nationaler und internationaler Ausstrahlung errichten. Darin werden in Zukunft nationale und internationale Spiele stattfinden – Handball, Tennis, Hallenfussball, Volleyball sowie Basketball.

Auch für Konzerte, Kongresse oder Tagungen sowie Hochschulsport, lokale Vereine und die Nachwuchsförderung soll die Halle geeignet sein. Zur Finanzierung des mehr als 200 Millionen Franken teuren Projekts sind eine Mantelnutzung und ein Hochhaus – insbesondere mit Wohnungen – geplant. Das Projekt orientiert sich am Erfolg der Swissporarena auf der Allmend. Die Pilatus-Arena allein kostet rund 30 Millionen Franken. Finanziert wird sie durch Beiträge von Kanton (4 bis 6 Millionen Franken) und Bund (3 Millionen) sowie durch private Investoren.

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