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Pfarrei St. Michael Zug: Neubeginn mit einem Hoffnungsträger
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Der katholische Pfarrer Reto Kaufmann. (Bild: Archiv zentralplus)

Kehrt mit Pfarrer Reto Kaufmann nun Ruhe ein? Pfarrei St. Michael Zug: Neubeginn mit einem Hoffnungsträger

3 min Lesezeit 21.11.2016, 17:51 Uhr

Ab nächsten Sonntag hat die katholische Pfarrei St. Michael einen neuen Pfarrer. Reto Kaufmann (51) wird feierlich ins Amt eingesetzt. zentralplus fragte ihn nach seinen Vorsätzen und Plänen.

Im Advent nimmt Reto Kaufmann seine Arbeit in St. Michael in Zug auf. Mit seiner Amtseinsetzung könne eine längere Vakanz in der Pfarrei abgeschlossen werden, schreibt die Katholische Kirchgemeinde Zug in einer Mitteilung. Die Pfarrei begrüsse den Pfarrer am 27. November in einem Gottesdienst, an dem auch Vertreter von Behörden und Organisationen anwesend sein werden.

Reto Kaufmann war bis Sommer Pfarrer in der Stadt Luzern. Er leitete seit 2004 die Pfarrei St. Anton, später kam eine zweite Pfarrei dazu, die ebenfalls St. Michael heisst, aber in Luzern ist (zentralplus berichtete).

In frühere Probleme nicht involviert

Kaufmann sagt auf Anfrage, er habe bis 31. Juli in Luzern gearbeitet und sich dann eine Auszeit gegönnt. In den letzten Wochen sei er nach Zug umgezogen und wohnt nun bereits im Pfarrhaus St. Michael. Von den Problemen in der Pfarrei habe er nur gehört, sei aber nicht involviert gewesen. «Ich komme mit grosser Offenheit nach Zug», sagt der neue Pfarrer, «mit dem was ich bin und kann. Ich möchte für die Menschen da sein, die mich brauchen. Meine Türe steht offen für eine gute Zusammenarbeit.»

Er habe sich vorgenommen, im ersten Jahr seine Pfarrei kennen zu lernen und heimisch zu werden. «Ich werde sicher nicht dreinschiessen und alles ändern wollen», sagt Reto Kaufmann zu zentralplus.

Zug ist ihm gut bekannt. Reto Kaufmann war in jüngeren Jahren 1996 bis 2004 als Pastoralassistent und Vikar für die Chamer Pfarrei St. Jakob tätig. Nach der Pensionierung des dortigen Pfarrers leitete er die Pfarrei ein Jahr lang als Pfarreiadministrator.

Kirchenratspräsident steht hinter Kaufmann

Der Zuger Kirchenratspräsident Patrice Riedo freut sich auf den neuen Pfarrer. «Wir unterstützen ihn so gut wie möglich», sagt er auf Anfrage. In der Pfarrei St. Michael habe es in den letzten Jahren viel Unruhe gegeben. Riedo: «Die häufigen Wechsel und Übergangslösungen führten zu Verunsicherung.» Natürlich gebe es auch unterschiedliche Meinungen innerhalb der Kirchgemeinde, doch das sei in jeder Pfarrei so.

Reto Kaufmann löst die Pastoralassistentin Sybille Kaufmann ab, welche die Pfarrei St. Michael ad interim geleitet hatte. Unterstützt wurde sie von Pater Ben von den Steyler Missionaren in Steinhausen. Er ist schon seit Sommer nicht mehr für St. Michael tätig.

Kaufmann wird neben der Pfarrei St. Michael auch die Leitung des Pastoralraums Zug-Walchwil übernehmen. Der Pastoralraum ist eine Art Dachorganisation für die vier Stadtzuger Pfarreien und diejenige von Walchwil. Diese haben alle eigene Leiter. Die Gemeindeleiter und der Kirchenrat sind laut dem Kirchenratspräsidenten in «intensiven Gesprächen über Zusammenarbeit und die Zukunftsplanung». Mehr könne er noch nicht sagen.

Hübscher ging wegen fehlendem Support

Der letzte Pfarrer Mario Hübscher hatte per August 2015 seine Demission eingereicht (zentralplus berichtete). Er war erst seit 2010 im Amt, davor hatte die Pfarrei seit 2005 keinen Pfarrer mehr. Auslöser für Hübschers vorzeitigen Rücktritt war der fehlende Support aus der Pfarrei für seine Projekte, sagte er damals gegenüber den Medien. Es sei ihm nicht gelungen, eine Mehrheit zu überzeugen.

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