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Trotz Aufenthalt auf Intensivstation Peter Hegglin fordert Aufhebung der Corona-Massnahmen

Der Zuger Mitte-Ständerat Peter Hegglin lag im Sommer mit Corona auf der Intensivstation. (Bild: wia)

Noch im Sommer lag der Zuger Ständerat Peter Hegglin mit Corona auf der Intensivstation. Nun sieht der Mitte-Politiker angesichts der aktuellen Corona-Situation in der Schweiz die Schutz-Massnahmen nicht mehr gerechtfertigt.

Dass sich ausgerechnet der Zuger Ständerat Peter Hegglin an der Öffentlichkeit für die Aufhebung der Corona-Massnahmen starkmacht, mag überraschen. Denn der Mitte-Politiker litt im Juni noch selbst an Corona und musste auf der Intensivstation sogar beatmet werden (zentralplus berichtete). Gegenüber zentralplus sagte er damals: «Viele haben das Gefühl, die Pandemie sei langsam vorbei. Doch man darf die Gefährlichkeit des Virus nicht unterschätzen.»

Nun, vier Monate später, hat sich Hegglins Sicht auf die pandemische Situation offenbar verändert. Wie der «Blick» berichtet, fordert der Ständerat eine Aufhebung der Corona-Massnahmen: «Wenn man Geimpfte und Genesene zusammennimmt, haben wir eine Impfquote von über 80 Prozent – das reicht, um die Massnahmen aufzuheben.» Es könne darum nicht mehr zu einer Überlastung der Spitäler kommen, führt Hegglin aus.

Und auch seine persönliche Erfahrung auf der Intensivstation hat beim Zuger offenbar keine bleibenden Eindrücke hinterlassen. So findet er: «Wir müssen akzeptieren, dass das Leben gewisse Risiken mit sich bringt.»

Unschlüssig über Impfentscheid

Hegglin erachtet darum die ausgeweitete Zertifikatspflicht als ungerechtfertigt. «Statt die Reiserückkehrer aus dem Balkan im Sommer in Quarantäne zu schicken, hat man den Schweizerinnen und Schweizer das Zertifikat auferlegt». Darum wird sich Hegglin im Gegensatz zu seiner Partei im Wahlkampf nicht für das Covid-Gesetz einsetzen. Ob er persönlich ein Ja oder ein Nein an der Urne abgeben wird, hänge von der Ausstiegsstrategie des Bundesrats ab.

Auch bestätigt der Zuger, dass er noch nicht geimpft sei. Sein Status als «Genesener» ist noch bis am 8. Dezember gültig. Er werde sich dann den Impfentscheid überlegen. Hegglin hat allerdings auf politischer Ebene die Forderung eingebracht, dass das Zertifikat für Genese ein Jahr gültig sein soll, statt wie momentan sechs Monate.

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