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Personalwechsel im Südpol steht an – einer von vielen
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Neue Gesichter im Luzerner Kulturhaus Personalwechsel im Südpol steht an – einer von vielen

3 min Lesezeit 08.06.2016, 13:36 Uhr

Der Südpol Luzern hat eine Stelle ausgeschrieben: die Leitung des Musikbüros. Dieser Wechsel folgt auf weitere wichtige Veränderungen in den letzten Wochen. Liegt es am Betriebsklima oder an einer schnelllebigen Branche?

Remo Helfenstein räumt seinen Schreibtisch im Südpol. Das Luzerner Kulturhaus sucht daher einen neuen Chef des Musikbüros. Der Bewerbungsprozess läuft, die ersten Bewerbungen sind schon eingetroffen.

Gleich vier Wechsel

Der Abgang von Helfenstein ist jedoch nur eine der personellen Veränderungen im Südpol. Neu sind seit diesem Frühling auch die Stellen der Dramaturgie, der Cheftechnik und der Kommunikationsleitung besetzt worden. Und auch in der Gastro gab es Wechsel.

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Einige Wechsel, welche grosse Veränderungen für das Haus bedeuten. Betriebsleiter Dominique Münch betont: «Natürlich ist es schade und für alle Beteiligten auch immer emotional, wenn sich Mitarbeiter verabschieden, aber gleichzeitig bringt die Veränderung auch immer sehr viel Potential mit sich.»

Ein neues Gesicht für die Dramaturgie

Die 2015 frisch geschaffene Stelle einer Dramaturgie- und Produktionsleitung wurde vergangenen Herbst mit Johanna-Yasirra Kluhs besetzt (zentralplus berichtete). Im Januar jedoch war sie bereits wieder von der Luzerner Bildfläche verschwunden. Verwunderlich, denn in den ersten Wochen war Kluhs in der Kulturszene sehr präsent und an zahlreichen Veranstaltungen aktiv beteiligt. Kluhs verabschiedete sich jedoch innerhalb der Probezeit bereits wieder aus Luzern.

Mona De Weerdt

Neu besetzt wurde die Dramaturgie nun mit der Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Mona De Weerdt. «Sie hat die perfekten Voraussetzungen für den Job und wir freuen uns sehr über die gemeinsame Arbeit, die schon super angelaufen ist», so Münch.

Bitzi folgt auf Liembd

Auch in der Kommunikation wurde gewechselt. Da der Leiter der Kommunikation, Kulturtäter Marco Liembd, die Leitung des Konzerthauses Schüür übernahm, wurde seine Stelle per 1. Mai frei. Die Stelle wurde anschliessend gleich neu besetzt, jedoch mit einer Person, die für ein Projekt im Ausland war. Infolge dessen konnte die Praktikantin in der Kommunikation, Nicole Brugger, die Position interimistisch für einen Monat übernehmen.

Seit Anfang Juni steht nun wieder ein Name unter «Leitung Kommunikation». Es ist Remo Bitzi, umtriebiger Musikjournalist und Veranstalter. Seine Ideen hätten die Geschäftsleitung sofort überzeugt. «Er bringt neuen Charakter ins Haus und hat durch seine Vernetzung in der Musik- und Medienszene einen idealen Background für die Stelle.» Und neu im Team ist Bitzi eigentlich gar nicht. In einem Nebenjob war er in den vergangenen Monaten bereits an der Kasse des Südpol anzutreffen.

Remo Bitzi

Ebenfalls nicht wirklich frisch im Team ist der neue Technische Leiter Felix Lisske. Er wurde intern vom Stellvertreter zum Chef befördert.

Und auch in der Gastro ging es vorwärts: «Mit unserem lernenden Koch Christian ‹Terry› Rust, der im zweiten Lehrjahr vom Gütsch in den Südpol wechselte, kann der Südpol nun bereits zwei Berufsleute ausbilden. Es macht uns auch ein wenig stolz ist der Südpol Ausbildungsort für zukünftige Fachleute.» Per Oktober des vergangenen Jahres konnte der Südpol auch Chefkoch Rainer Macherhammer gewinnen, der mit seinem Team das Angebot weiterentwickelte und dank welchem das Ausbilden von Köchen im Südpol nun möglich ist.

Von Verlust und neuer Lust

Auch Betriebsleiter Münch selbst ist noch nicht so lange im Haus. Der 51-Jährige übernahm die Funktion im Juli des vergangenen Jahres und bringt langjährige Erfahrung mit in das junge Team, welches sich nun erneut verjüngt.

Häufigere personelle Wechsel seien in der Veranstaltungsbranche absolut üblich, betont er. Das eher bescheidene Lohnniveau und die Arbeits-Intensität in Betrieben wie dem Südpol seien eher für jüngere Mitarbeitende spannend.

«Remo Helfenstein zum Beispiel hat das Haus stark mitgeprägt, er hat einen tollen Job gemacht und wir hättten ihn natürlich gerne behalten. Aber es ist immer auch eine Freude zu sehen, wie Leute sich entwickeln und ihren Weg weitergehen», so Münch, und ergänzt: «Es ist immer ein Verlust, aber durch die neuen Gesichter und deren Ideen gibt es neuen Schub und Lust, Dinge auszuprobieren.» Und das sei etwas, das ein Haus wie der Südpol immer wieder brauche.

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