Stadt spricht sich gegen Personal-Sitz im VBL-Verwaltungsrat aus
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Der VBL-Hauptsitz in der Tribschen in Luzern. (Bild: bic)

Forderung der Gewerkschaften Stadt spricht sich gegen Personal-Sitz im VBL-Verwaltungsrat aus

1 min Lesezeit 3 Kommentare 24.02.2021, 13:29 Uhr

Nach den Turbulenzen im Verwaltungsrat der Verkehrsbetriebe Luzern fordern die Gewerkschaften eine Vertretung des Personals im Verwaltungsrat. Die Stadt winkt ab.

Die Wirren um die Auswirkungen der Subventions-Affäre bei den Verkehrsbetrieben Luzern lösen Unsicherheit beim Personal aus. Die Gewerkschaften schlugen deshalb im Januar vor, im künftigen Verwaltungsrat der VBL eine Stelle für die Personalvertretung zu reservieren (zentralplus berichtete).

Gegenüber der «Luzerner Zeitung» betonte VPOD-Vorstandspräsident und SP-Kantonsrat Urban Sager noch einmal die Wichtigkeit einer Vertretung im Verwaltungsrat, die das Personal direkt wähle. «Das wird neues Vertrauen schaffen», lässt er sich zitieren. Mitte Januar habe dazu ein «konstruktives Gespräch» mit dem Übergangs-VR stattgefunden.

Auf Anfrage der Zeitung erteilt allerdings der Luzerner Stadtrat dieser Idee allerdings eine Abfuhr. Man wolle sich bei der Besetzung der Vakanzen im VR auf «fachliche Kriterien» berufen. Das von den Gewerkschaften vorgeschlagene Vorgehen folge nicht dem üblichen Prozess und die Stadt spreche sich gegen eine Interessensvertretung aus.

Ihre Wahl wird sich die Stadt Luzern aber so oder so gut überlegen: Wer auch immer in den neuen Verwaltungsrat der Verkehrsbetriebe gewählt wird, wird von Anfang an unter kritischer Beobachtung stehen.

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3 Kommentare
  1. Roli Greter, 24.02.2021, 21:39 Uhr

    Soso, fachliche Kriterien also… Der Stadtrat übt sich in Realsatire.

  2. Rudolf 1, 24.02.2021, 15:55 Uhr

    Wer wählt den Verwaltungsrat der VBL? Die Generalversammlung? Kann man dort nicht Einfluss nehmen?

  3. Adamsäpfelchen, 24.02.2021, 13:47 Uhr

    Die «fachlichen Kriterien» haben ja auch in der Vergangenheit so lückenlos wundervoll funktioniert. VBL wieder vollverstaatlichen und unter die Oberaufsicht des Grossen Stadtrates stellen. Anders ist diesen verfilzten Strukturen nicht beizukommen! Der Beweis ist erbracht, dass diese dröge Pseudoprivatisierung nur Ungemach bringt! Jetzt sind die Parteien gefordert.

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