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Permanente Verspätungen auf der Strecke Rotkreuz-Zug: Das musst Du wissen
  • Regionales Leben
Weil es oft zu Verspätungen kommt, stehen nun sogenannte Dispo-Busse bereit. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Situation wird sich erst Ende Jahr entspannen Permanente Verspätungen auf der Strecke Rotkreuz-Zug: Das musst Du wissen

3 min Lesezeit 14.02.2020, 04:55 Uhr

Die Zugausfälle und Verspätungen häufen sich und die Nerven der Pendler liegen teilweise blank. In letzter Zeit kam es auf der Strecke zwischen Rotkreuz und Zug vermehrt zu Problemen. Was die SBB dagegen tut und vier weitere Fakten.

«Nicht schon wieder»: Die Geduld von Pendlern auf der Zugstrecke Luzern–Zürich wurde in den vergangenen Tagen mehrfach auf die Probe gestellt. Immer wieder kam es zu Verspätungen und Zugausfällen.

Die SBB weiss

Die SBB weiss: Die Situation ist unbefriedigend (zentralplus berichtete). Deswegen kündigte sie auch an, Massnahmen zu ergreifen.

1. Weshalb es überhaupt zu Verspätungen kommt

Wir wissen bereits: Die Strecke Luzern–Zürich ist anfällig für Verspätungen. Dafür gibt es laut SBB zwei Gründe:

  • Zahlreiche Abschnitte der Strecke sind nur einspurig. So zum Beispiel der Zimmerbergtunnel zwischen Horgen Oberdorf und Sihlbrugg sowie der Albistunnel zwischen Sihlbrugg und Litti, aber auch die Einfahrt in den Bahnhof Luzern.
  • Wegen der Baustelle und der entsprechenden Streckensperrung am Ostufer des Zugersees ist die Strecke Zug–Rotkreuz momentan «komplett ausgelastet», so die SBB.

2. Was die SBB dagegen tut

Die SBB hat bereits reagiert und die Abfahrtszeiten von kritischen Anschlusszügen soweit wie möglich hinausgeschoben. So haben Pendler beim Umsteigen mehr Zeit, gerade wenn der Zug vorhin Verspätung hatte.

Ausserdem stehen seit Jahresbeginn sogenannte Dispo-Busse bereit. Diese verkehren jeweils während der Woche am Abend zu den Hauptverkehrszeiten, erklärt Mediensprecher Raffael Hirt. Kommt es in Rotkreuz zu einem Anschlussbruch der S2, werden diese Dispo-Busse «sofort» eingesetzt.

Des Weiteren verkehren seit Mitte Januar sechs Busse von Cham via Sins nach Oberrüti. Die SBB will so verhindern, dass Reisende den Anschluss der S1 auf die S26 in Rotkreuz verpassen. Diese Busse verkehren an Werktagen zwischen 16:18 und 18:48 Uhr im Halbstundentakt. Im Onlinefahrplan sind sie als «BE26» aufgeführt.

3. Wann sich die Situation wieder beruhigt

Pendler müssen weiterhin mit Störungen auf der Strecke Rotkreuz–Zug rechnen. Und das noch ziemlich lange: «Die Situation entspannt sich leider erst mit der Wiedereröffnung der Strecke am östlichen Zugersee-Ufer im Dezember diesen Jahres», schreibt Raffael Hirt.

4. Was die SBB für ihre Pendler tut

Pendler, die von einem Zugausfall betroffen sind, können kein Geld fürs Billett zurückfordern. Dies, weil die Reiseketten trotz der Baustelle am östlichen Zugersee-Ufer durch die Ersatzangebote gewährleistet sei.

Der Kundendienst prüfe aber «ausserordentliche Fälle» individuell – zum Beispiel wenn jemand wegen einer Verspätung oder eines Zugausfalls einen Flug verpasse.

Doch was bietet die SBB ihren Kunden, die von den Zugausfällen regelmässig betroffen sind? Raffael Hirt schreibt, dass sich die SBB bei den betroffenen Pendlerinnen und Pendlern entschuldigen möchte. Zudem mache die SBB regelmässig Verteilaktionen hauptsächlich von kleinen Desserts. Als kleine Wiedergutmachung quasi.

5. Die Konsequenzen für die SBB

Die SBB rechnet bis jetzt nicht damit, dass Pendler wegen der regelmässigen Verspätungen vermehrt aufs Auto zurückgreifen und dass es zu einem Rückgang kommt. Auch im letzten Jahr habe man keinen Rückgang der Nachfrage festgestellt.

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