Penthouse-Mörder vor Bundesgericht abgeblitzt
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Blick von der Lindenstrasse auf die gelben Penthouse-Häuser am Eschenring. In der Hausnummer 12 brachte der Mörder im April 2009 zwei Frauen auf bestialische Weise um.   (Bild: Google Maps Screenshot)

Zuger Obergericht urteilte richtig Penthouse-Mörder vor Bundesgericht abgeblitzt

2 min Lesezeit 15.11.2017, 14:35 Uhr

Der Penthouse-Mörder, der 2009 in einer Wohnung am Zuger Eschenring eine Millionärin und deren Haushälterin brutal ermordet hat, erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschliessender Verwahrung. Das Bundesgericht hat das Urteil des Zuger Obergerichts bestätigt.

 

Das Bundesgericht hat die Verurteilung des heute 50-jährigen Schweizers zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und zu einer ordentlichen Verwahrung laut SDA bestätigt.

Das Bundesgericht hat in seinem am Mittwoch publizierten Urteil die Rügen des Verurteilten abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. Der Mann kritisierte unter anderem, dass das Zuger Obergericht sein Urteil erst sieben Monate nach der Hauptverhandlung gefällt habe und damit das Unmittelbarkeitsprinzip verletzt habe (zentralplus berichtete über den Prozess im Frühling 2017).

Keine eklatanten Fehler gemacht

Wie aus dem Entscheid aus Lausanne hervorgeht, gab es «mehrere nachvollziehbare Gründe», die zu dieser Verzögerung geführt haben. Weiter wiesen die Lausanner Richter die Rüge ab, dass der erste Verteidiger des Mannes eklatante Fehler gemacht habe und damit die Verteidigungsrechte verletzt worden seien.

Der erste Anwalt hatte dem Beschuldigten zu einem Geständnis geraten, das er dann ablegte. Der Zweite empfahl ihm das Gegenteil, worauf er vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machte. Er sagte aber, in einem Kokainrausch gehandelt zu haben. Haaranalysen hätten das nicht bestätigt, so das Bundesgericht.

Es hat ausserdem die ordentliche Verwahrung bestätigt. Die Zuger Staatanwältin, welche die Untersuchung führte, hatte eine lebenslängliche Verwahrung verlangt. Sie war aber vor Obergericht abgeblitzt. Das Bundesgericht teilte die Sichtweise des Gerichts.

Zweiter Teil des Prozesses in Zug: «Es gibt keinen Tag, wo ich nicht das Bild der toten Frauen von mir sehe»

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