Pelzdeklaration: Tierschutz lobt Luzerner Modehäuser – aber nicht alle
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Pelzartikel werden in Luzerner Modegeschäften rarer.

Geschäft mit Qualpelzen Pelzdeklaration: Tierschutz lobt Luzerner Modehäuser – aber nicht alle

2 min Lesezeit 1 Kommentar 08.02.2021, 13:21 Uhr

Unternehmen, die Pelzartikel verkaufen, müssen diese seit acht Jahren deklarieren. Das klappt aber nach wie vor noch nicht überall. Auch in Luzern gibt es ein Modegeschäft, das vom Zürcher Tierschutz Kritik erntet. Andere gelten dafür als vorbildlich.

Ob Pelzmäntel, Mützen oder andere Accessoires: Läden, die Produkte aus Pelz verkaufen, müssen diesen deklarieren. Das gilt bereits seit 2013. Doch daran halten sich nach wie vor noch nicht alle Geschäfte. Der Zürcher Tierschutz hat deswegen zwischen Oktober und Dezember 2020 die Pelzdeklarationen in zwölf Modegeschäften in der Region Zürich, Luzern und St. Gallen überprüft.

Insgesamt seien 15 Prozent der Artikel gar nicht deklariert gewesen, heisst es nun in einer Mitteilung. Knapp ein Drittel war nicht nach neusten Vorgaben deklariert. Seit September müssen die Artikel nämlich nicht nur über Tierart, Herkunft und Gewinnungsart Auskunft geben, sondern auch klar erkennbar mit «Echtpelz» beschriftet sein. Ältere Modelle müssen jedoch nicht umetikettiert werden. Der Mangel an Transparenz sorgt beim Zürcher Tierschutz aber für Kritik.

Die meisten Luzerner Modegeschäfte erhalten gute Noten

Für das Luzerner Modeunternehmen Kofler stellt er hingegen ein gutes Zeugnis aus. Vor einem Jahr entschloss sich die Firma, künftig auf Echtpelz zu verzichten. Bereis im Herbst habe man keine Pelzartikel mehr in den Filialen gefunden, heisst es in der Mitteilung. «Kein grosses Modehaus wurde so schnell pelzfrei – sechs Monate sind Rekord», erklärt Nadja Brodmann, Kampagnenleiterin beim Zürcher Tierschutz. Die restlichen Pelzartikel seien an Bedürftige verschenkt worden, ergänzt Olivier Bachmann, Sprecher bei Kofler.

Auch das Luzerner Geschäft Relax ist 2020 pelzfrei geworden. Andere Unternehmen erhalten ein weniger gutes Zeugnis vom Tierschutz. So habe sich etwa Max & Moi in Luzern noch nicht vom Geschäft mit Pelzartikeln distanziert. Gegen das Unternehmen war bereits eine Strafanzeige eingereicht worden, weil die Angaben zum Pelz wiederholt mangelhaft waren (zentralplus berichtete).

Fehler passieren jedes Jahr

Gerade Billigjacken mit Pelzkrägen aus China seien nach wie vor im Trend, heisst es in der Mitteilung. Dabei würden häufig Qualpelze verwendet. Und das aktuelle Gesetz helfe kaum, solche aus der Schweiz zu verbannen. Wegen der laufend neuen Sortimente und Personalwechsel komme es jedes Jahr wieder zu Fehlern bei der Pelzdeklaration. Der Tierschutz fordert deshalb ein Importverbot von Qualpelzen.

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1 Kommentare
  1. Angelina, 09.02.2021, 18:03 Uhr

    Nicht nur die Tiermärkte auch noch mit Qualpelze……..was gibt es sonst noch in China?????? Meine Familie und alle Verwandte tragen sicher nicht solche abscheulichen Pelze…… ich müsste immer dran denken was ich trage ….. nein Danke! Und solche Läden gehe ich aus dem Weg….. schaue auch immer woher und was es ist…… China und sowieso Asiaten ade…..

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