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Patrick Koch soll in den Gemeinderat

3 min Lesezeit 24.06.2015, 23:12 Uhr

Die SVP Kriens ist auf der Suche nach einem Gemeinderats-Kandidaten, nachdem Gemeindepräsident Paul Winiker sein neues Amt als Regierungsrat des Kanton Luzerns angetreten hat. Nun hat die Partei einen möglichen Nachfolger gekürt.

Gleich drei Kandidaten der SVP Kriens zeigten ihr Interesse an einer offiziellen Kandidatur für den Krienser Gemeinderat. Die beiden Einwohnerräte Patrick Koch und Martin Heiz, sowie Polit-Neuling Martin Zellweger. Während Koch und Zellweger von der Parteileitung vorgeschlagen wurden, kandidierte Heiz wild. Die unter Auschluss der Öffentlichkeit stattgefundene Nominationsversammlung entschied sich schlussendlich für Koch.

Führungsqualität entscheidend

«Wir haben alle drei Kandidaten angehört», sagt der Präsident der SVP-Kriens Peter Portmann. Anschliessend mussten die Kandidaten den Raum verlassen und die Versammlung führte eine Diskussion durch.

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«Beide vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten verfügen über Führungsqualitäten, die sie in der Privatwirtschaft unter Beweis gestellt haben», zeigt sich Portmann stolz über die valablen Kandidaten. Dies sei für das Amt des Gemeinderat die entscheidende Voraussetzung. «Die fachlichen Profis arbeiten schliesslich in der Verwaltung – der Vorsteher muss führen können.» zentral+ stellte die möglichen SVP-Kandidaten vor.

Geheime Abstimmung führt im ersten Wahlgang zur Entscheidung

Nach der offenen Diskussion habe eine geheime Abstimmung stattgefunden, sagt Portmann. Dabei schaffte Patrick Koch das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Martin Zellweger landete auf dem zweiten Platz. SVP-Fraktionschef Martin Heiz blieb chancenlos.

Der 42-Jährige Patrick Koch arbeitet im Personalwesen der Post und als Berufsbildner am KV. Zudem ist er Präsident der Krienser Rebbaugenossenschaft. Koch politisiert seit fast elf Jahren für die SVP im Einwohnerrat.

SVP verzichtet auf Präsidium

An der Nominationsversammlung wurde ebenfalls über eine Kandidatur für das Präsidium debattiert. «Die SVP verzichtet aber auf das Präsidium», erklärt Portmann. Man warte nun ab, wer alles für das Präsidium kandidiert und an einer Mitgliederversammlung im August würde man über eine Wahlempfehlung sprechen. Bisher haben die beiden bisherigen Gemeinderäte Cyrill Wiget von den Grünen und Matthias Senn von der FDP ihr Interesse bekundet (zentral+ berichtete).

Die SVP hat nun ihre Hausaufgaben gemacht und präsentiert den anderen Parteien einen Kandidaten. Nun liegt der Ball bei den anderen Parteien, ob sie Patrick Koch unterstützen oder der SVP den Sitz streitig machen wollen. Die Wählbarkeit des aufgestellten Kandidaten bei den anderen Parteien, sei kein grosses Thema gewesen, beteuert Portmann. Im Vorfeld hatte insbesondere die FDP den Wunsch geäussert, die SVP möge keinen Hardliner, sondern den gemässigten Zellweger nominieren. «Der Anspruch der SVP auf den Gemeinderatsitz ist gegeben – mit allen Kandidaten. Schliesslich sind wir die wählerstärkste Partei»,  zerstreut Portmann allfällige Vorbehalte gegenüber Koch.

Die Versammlungen der FDP findet am 28. Juni, jene der CVP am 29. Juni statt. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein. Die Ersatzwahlen in Kriens finden am 23. August statt. Und im Mai 2016 stehen bereits Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderates vor der Tür.

SP-Gemeinderätin Luthiger lehnt Präsidium ab
Auch die Krienser SP führte ihre Mitgliederversammlung durch. Die amtierende Gemeinderätin und Bildungsvorsteherin Judith Luthiger-Senn gab bekannt, dass sie für das Präsidium nicht zur Verfügung stehe. Interim bis zur Neubesetzung des vakanten Gemeinderatssitzes übernehme sie das Finanzdepartement. «Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne», sagt Luthiger vor der Mitgliederversammlung. Mit ihren Erfahrungen aus der Privatwirtschaft und der langjährigen Tätigkeit als Primarlehrerin bringe sie im Bildungsbereich das grösste Knowhow mit. Für die neue Legislatur ab 2016 wird das Bildungs- und Kulturdepartement mit neuen Aufgaben im Bereich Kinder und Familie angereichert und auf 80 Prozent aufgestockt. Auf diese Veränderung freue sie sich. «Ich kandidiere auf jeden Fall wieder als Gemeinderätin für die neue Legislatur, weil die Arbeit insgesamt sehr abwechslungsreich, herausfordernd und spannend ist.»

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