Park über dem Zuggleis: Stadt Luzern macht ersten Schritt
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Der Bahneinschnitt schafft eine Kluft im Luzerner Bruchquartier. (Bild: jal)

Parlament bewilligt Prüfung einer Überdachung Park über dem Zuggleis: Stadt Luzern macht ersten Schritt

2 min Lesezeit 16.11.2017, 11:25 Uhr

Die Stadt Luzern soll prüfen, ob sie die Zuggleise in zwei Quartieren überdachen kann, um neue Grünfläche zu gewinnen. Das Parlament hat ein Postulat der Grünen überwiesen. Obwohl die rechte Seite ein finanzielles Fiasko befürchtet. 

Das Zuggleis zerschneidet die Stadt Luzern in mehreren Quartieren. Könnte man nicht ein Tunnel bauen, sodass darauf womöglich ein Stadtpark entsteht? Diese Idee haben die Grünen aufs politische Parkett gebracht. In einem Postulat fordern sie, dass geprüft wird, ob die Bahneinschnitte an zwei Stellen in der Stadt Luzern überdacht werden könnten. Namentlich geht es um einen Abschnitt zwischen der Neustadtstrasse und dem Paulusplatz sowie um einen zwischen der Sälistrasse und dem Heimbach-Schulhaus (siehe Plan).

Eine Idee, die sogar beim Stadtrat auf Anklang stösst. Denn gerade in den dicht bebauten Quartieren könnte man so neue Grünflächen gewinnen und die Lärmbelastung für die Anwohner reduzieren (zentralplus berichtete). 

«Luxusprojekt»: FDP und SVP dagegen

So tief die Kluft, welche die Zuggleise schaffen, so tief war auch die Kluft im Stadtparlament. Auf linker Seite lobte man die Chance, die eine solche Überdachung bringt. Auch wenn allen bewusst ist, dass eine Realisierung noch Jahre dauern wird, würdigten SP und Grüne das Potenzial der Idee. 

Auf der rechten Seite fürchtete man hingegen ein planerisches und finanzielles Fiasko, wie der Sprecher der SVP-Fraktion sagte. Auch Ivo Durrer von der FDP sprach von einem «Luxusprojekt». In der Tat zeigen Beispiele anderer Städte, dass für solche Projekte zwei- bis dreistellige Millionenbeträge anfallen. 

Trotzdem überwogen bei den Grünliberalen und der CVP die positiven Stimmen. Sollten die Kosten tatsächlich enorm hoch sein, könne man immer noch darauf verzichten, sagte Roger Sonderegger (CVP). 

In dieselbe Richtung ging das Votum der Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Man könne eben nicht von einem «Luxusprojekt» sprechen, weil der Stadtrat erst einen ersten Schritt mache. In den nächsten Jahren werden die Grundlagen zusammengestellt; erst anschliessend wird entschieden, ob eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird. 

Um diese zwei Bahnabschnitte im Bruchquartier (links) und in der Luzerner Neustadt geht es.

Um diese zwei Bahnabschnitte im Bruchquartier (links) und in der Luzerner Neustadt geht es.

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