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Bis zu 60 Schüler sollen hier künftig wohnen
OYM-Betreiber planen Internat für junge Sportler in Cham

  • Lesezeit: 3 min
So dürfte der Innenhof des OYM Internats künftig aussehen.
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So dürfte der Innenhof des OYM Internats künftig aussehen. (Bild: zvg/ Axess Architekten)

Das Papieri-Areal in Cham nimmt langsam Gestalt an. Ab voraussichtlich 2024 soll das Quartier um einen besonderen Bau reicher sein. Konkret planen die Betreiber des OYM College ein Internat, in dem bis zu 60 junge Sportlerinnen wohnen sollen. Kostenpunkt: 25 Millionen Franken.

Auf dem Papieri-Areal in Cham sollen künftig talentierte junge Sportler wohnen. Im Rahmen des OYM College wird für 25 Millionen Franken ein Internat geschaffen. Konkret geplant ist ein Neubau im Baubereich Silogebäude beim künftigen Papieri-Ring 5. Darin ist neben Zimmern und Aufenthaltsräumen auch eine Küchen- und Kantinennutzung im Erdgeschoss geplant.

«Zwar verfügen wir im OYM bereits über Zimmer, diese werden jedoch von Athleten genutzt, die sich kürzer hier aufhalten, etwa aufgrund eines Trainingslagers», erklärt Benno Sidler, der Geschäftsführer und CEO der OYM College AG. «Das Internat ist insbesondere für Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 20 Jahren gedacht, die hier im Langzeitaufenthalt sind. Aktuell sind es um die 70, die auswärtigen Schülerinnen und Schüler wohnen bei Gastfamilien.» Die Zahl der College-Schüler soll künftig jedoch auf bis zu 120 wachsen. «Für die langfristige Entwicklung ist der Aufbau eines Internats darum wichtig», sagt Sidler. Dieses bietet insgesamt 60 Betten.

Während Minderjährige in normalen Internatszimmern wohnen werden, gebe es für erwachsene Schüler die Möglichkeit, in betreuten WGs zu leben, erklärt Sidler weiter.

Im geplanten Gebäude sind neben der Internatsnutzung im Ober- und Erdgeschoss externe Gewerbeflächen geplant. Besonders: Die Parzelle, auf dem der viergeschossige Bau entstehen soll, ist die einzige auf dem Papieri-Areal, welche einem privaten Bauherrn, nämlich Hans Peter Strebel, gehört.

Integration ins Papieri-Areal ist das oberste Credo

Wie Axess Architekten aus Zug schreiben, die für den Neubau verantwortlich zeichnen, sei es jedoch das oberste Credo, das Gebäude in die Gesamtgestaltung des Areals zu integrieren. In der Tat muss der Bau den Bestimmungen des Bebauungsplans entsprechen, ausserdem «unterliegt das Projekt dem Areal-Monitoring», so Axess Architekten. Das Projekt wurde mit allen Beteiligten im Vorfeld abgestimmt. Das sind namentlich die Bauherrschaft, die Cham Immobilien AG – welcher der Grossteil des Papieri-Areals gehört –, die Denkmalpflege und die Baukommission Cham.

Im Baugesuch steht, dass es sich um ein «hauptsächlich anderen als Wohnzwecken dienendes Gebäude» handelt. Benno Sidler sagt dazu: «Tatsächlich wird das Internat entsprechend der Baugesetzgebung in der Gewerbezone realisiert. Der Bauherr dürfte hier also etwa keine Wohnungen bauen, da es sich um zweckgebundenes Land handelt.»

Das rot umrahmte Silogebäude weicht dem Internatsneubau.

Zwei Welten in einem Bau

Der verantwortliche Architekt Philipp Ullrich erklärt gegenüber zentralplus: «Der Bau ist aus unserer Sicht besonders, da er den Charakter und die Atmosphäre des abgerissenes Silos weitertragen, aber zugleich die Gegebenheiten der Neuzeit unter Einbezug seiner Hauptnutzung als Internat interpretieren muss.»

So entstünden zwei Welten. «Das Äussere als Schutzmantel zum Papieri Areal und das Innere als neues Herzstück, welches den Innenhof als offene, lichtdurchflutete und durchgrünte Welt beschreibt», so Ullrich weiter.

«Aus diesen Überlegungen heraus entsteht ein Baukörper, der die identitätsstiftenden Elemente des ehemaligen Bestands als Ausgangspunkt nimmt, mit neuen ergänzt und am Ende versucht, ein stimmiges Gesamtbild innerhalb des Areals zu schaffen.»

Ein Restaurant für besondere Bedürfnisse

Naturgemäss wird die geplante Küche respektive das Selbstbedienungsrestaurant auf die Bedürfnisse der Sportler ausgerichtet sein. Die Internatsbewohner nehmen dort ihr Frühstück sowie das Abendessen ein. Das Mittagessen wird primär im OYM Spitzensportzentrum eingenommen. Entsprechend erfolge die Unterteilung der Speisen, welche in der Internatsküche zubereitet werden, nach den Makronährstoffen – also Kohlenhydrate, Protein und Fett.

Auch können in der Küche des Internats bis zu 440 eigene Proteindrinks und 400 Sportgetränke täglich hergestellt werden. Diese werden nicht nur im Internat verwendet, sondern auch ins OYM Spitzensportzentrum, ans OYM Catering sowie in den Bio-Reformhaus-Laden geliefert.

Das Selbstbedienungsrestaurant befindet sich im Erdgeschoss. Ob es für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, sei indes noch nicht klar, betont Sidler.

Geplant ist, dass das OYM-Internat 2024 seine Türen für junge Sportler öffnet.

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