Oberwiler will Hundeverbot in Zuger Badis zurück
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So war es einmal und so soll es für einen Stadtzuger wieder werden. (Bild: mam)

Einzelinitiative eingereicht Oberwiler will Hundeverbot in Zuger Badis zurück

2 min Lesezeit 17.06.2020, 12:58 Uhr

Seit einem Jahr sind Hunde in unbeaufsichtigten Zuger Badis erlaubt. Das sorgte von Anfang an für Unmut. Jetzt ist ein Gegner aktiv geworden.

Kaum jemand hatte es bemerkt, als vor einem Jahr plötzlich das Hundeverbot in vielen Zuger Badis fiel (zentralplus berichtete). Doch seit Juni 2019 dürfen Besitzer ihre Vierbeiner mit an den See nehmen – zumindest dort, wo die Badis unbeaufsichtigt sind. Während der Badesaison herrscht zwar Leinenzwang, anders als in anderen Kantonen dürfen die Hunde aber dennoch mit zum Bädele.

Doch wo Hunde sind, kommt es oft auch zu Zwistigkeiten mit Nicht-Hundebesitzern. Ein Kritiker mit Ausdauer ist der Oberwiler Xaver Hürlimann. Schon vor einem Jahr ärgerte er sich über die Aufhebung des Hundeverbots, jetzt ist er zur Tat geschritten. Beim Stadtrat hat er eine Einzelinitiative eingereicht, wie die «Zuger Zeitung» schreibt. Darin fordert er ein neuerliches Verbot für Hunde in allen unbeaufsichtigten und beaufsichtigten öffentlichen Badis.

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Sein Argument: Viele Hundebesitzer würden sich nicht an die Leinenpflicht halten. Und selbst wenn, mache eine fünf Meter lange Leine kaum einen Unterschied. Hürlimann sorgt sich um Sicherheit, Hygiene und Sauberkeit. So würden die Hunde beispielsweise über Tücher laufen oder an Bäumen markieren.

Er sei nicht der einzige, der sich störe, sagt Hürlimann der Zeitung. Eine ganze Gruppe von Leuten sei der gleichen Meinung. Und die Hochsaison steht erst noch bevor: «Wenn die Badi sowieso schon voll ist, bleibt kein Platz für herumspringende Hunde.»

Die Abschaffung des Verbots habe mittlerweile auch dazu geführt, dass auch Hundebesitzer aus anderen Gemeinden oder Kantonen in die Zuger Badis kommen. «Das kann doch nicht der Sinn und Zweck des neuen Reglements sein.» Ein kantonales Hundegesetz gibt es in Zug nicht. Stattdessen wird auf Eigenverantwortung gesetzt.

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